Ein Absperrband über Stuehlen und Tischen vor einem Gastronomiebetrieb am Gendarmenmarkt in Berlin Mitte.
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- Linnemann: "Die Geschwindigkeit der Auszahlungen ist mau"

Vor dem Wirtschaftsgipfel mit Minister Peter Altmaier (CDU) hat Carsten Linnemann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, die schleppenden Auszahlungen der Corona-Finanzhilfen kritisiert. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer hätten "kein großes Polster".

Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) aufgefordert, die Probleme bei der Auszahlung der Corona-Hilfen für Unternehmen zu lösen. "Das Hauptproblem ist die Geschwindigkeit der Auszahlungen. Die ist mau. Das muss schneller werden", sagte der CDU-Politiker und Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion.

Praktisch ein Berufsausübungsverbot verhängt

Auch größere Einzelhändler sollten bei den Finanzhilfen berücksichtigt werden, so Linnemann. "Wenn ich praktisch ein Berufsausübungsverbot verhänge für große Bereiche der Wirtschaft - von der Gastronomie bis zum Einzelhandel - dann muss ich auch für Entschädigungen sorgen und das muss schnell fließen."

"Kein großes Polster" in vielen Unternehmen

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer, wie etwa Friseure, hätten "kein großes Polster". Sie lebten teilweise von der Hand in den Mund, sagte Linnemann. Sie hätten nun seit Wochen kein Geld gesehen. "Das geht nicht."

Bei der Auszahlung sieht Linnemann vor allem die Verwaltung, "die dritte Ebene" nach Bundestag und Regierung, in der Pflicht. Dieser Prozess, das Operative, müsse optimiert und beschleunigt werden.

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