Sondierungen in Brandenburg
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- Sondierungsgespräche: Die Grünen als Königsmacher

Die Sondierungsgespräche für eine neue Landesregierung in Brandenburg wurden am Donnerstag fortgesetzt. Zum ersten Mal haben sich dabei drei potenzielle Koalitionspartner zusammengesetzt. SPD, CDU und Grüne beraten über eine mögliche Kenia-Koalition. SPD, Grüne und Linke loten ein rot-grün-rotes Bündnis aus. Über die Sondierungsgespräche berichtet Inforadio-Landesreporter Dominik-Lenz.

Bei den Dreier-Sondierungen für eine mögliche Koalitionsbildung treten die Grünen sehr selbstbewusst  auf. „Die Grünen sind auch die einzige Partei, die schon vor den Sondierungsgesprächen rote Linien formuliert hat“, sagt Dominik Lenz. „Beispielsweise mit der Forderung keine neuen Tagebaue in den Braunkohlegebieten mehr zuzulassen.“ Dabei kommen die Grünen auch meist als letzte und als geschlossen Gruppe zu den Sondierungsterminen.

Trotzdem bleibt die SPD der Chef im Ring. Nachdem Tod seines Vaters in der letzten Woche hat Dietmar Woidke wieder die Führung der Gespräche übernommen.  „Die CDU wiederum tritt fast devot auf. CDU-Verhandlungsführer Michael  Stübgen betont beinahe zu sehr, dass ja eigentlich kein Blatt zwischen SPD und CDU passt,“ sagt Lenz im Inforadio.

Zum Knackpunkt in den Sondierungsgesprächen könnte der Kohleausstieg werden. SPD, CDU und Linke versuchen den Ausstieg möglichst erträglich zu organisieren, während die Grünen einen schnellen Ausstieg vorantreiben wollen.