Brexit-Demonstration in London am 14.3.2019 (Bild: imago/Wiktor Szymanowicz)
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- Tory-Abgeordneter Hands fordert Entgegenkommen der EU

Das britische Unterhaus hat sich für eine Verschiebung des Brexits ausgesprochen. Greg Hands sitzt für die Konservativen, die Torys, im Parlament. Im Inforadio fordert er Brüssel auf, sich auf London zuzubewegen: "Das wäre der beste Weg, dass man doch ein Abkommen kriegt", meint er.

Greg Hands (Bild: imago/Pete Maclaine)
Greg Hands | Bild: imago/Pete Maclaine

"Wir brauchen eine Verbesserung des Brüssel-Abkommens", so Hands weiter. Wenn die EU weitere Verhandlungen ablehne, dann riskiere sie einen "Hard Brexit". Das aktuelle Abkommen bevorteile eindeutig Brüssel - und benachteilige London: "Momentan spricht der Deal zu 90 Prozent für die EU, und jetzt riskiert Brüssel einen harten Brexit, weil sie nicht auf 80 Prozent heruntergehen möchten. Dabei ist ein No Deal-Brexit sehr schlecht auch für Deutschland", so Hands. Deutschland sei schon fast in einer Rezession, ein harter Brexit könne diese Lage noch verschlechtern, warnt er.

Sobald sich Brüssel weiter bewege, könne das Abkommen durch das Unterhaus gebracht werden. "Aber auch die nordirische Partei DUP muss dabei sein und wir müssen die Anzahl der 75 Tory-Rebellen auf höchstens 30 reduzieren. Und wir müssen auch noch einige Labour-Abgeordnete überzeugen. Das ist der beste Weg!", so Hands.

Internationale Pressestimmen

  • "El País": Der Brexit liegt im Sterben

  • "NZZ": Mays letzter Schachzug

  • "Times": Parlament hat sich Zeit gekauft

  • "Der Standard": EU sollte den Briten die Tür offen halten

  • "De Standaard": Parlament mit "Erpressung" umstimmen

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