Der Fraktionsvorsitzende der FDP im Berliner Abgeordnetenhaus, Sebastian Czaja
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- Wohnungsrückkauf: FDP kritisiert Senatspläne

Im Kampf gegen steigende Mieten in Berlin will der Senat laut Bürgermeister Michael Müller (SPD) frühere landeseigene Wohnungen von privaten Investoren zurückkaufen. Der Berliner FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja hält nichts von diesen Plänen, wie er im Inforadio-Gespräch erklärt - nötig seien keine Eigentumswechsel, sondern mehr Wohnraum.

Der Bestand an Wohnungen nehme durch Rückkäufe nicht zu, sagt Fraktionschef Sebastian Czaja im Inforadio-Gespräch. Nötig sei stattdessen mehr Wohnraum, so der FDP-Politiker: "Mit den investiven Maßnahmen, die das Land Berlin aufwenden will, könnten wir 120.000 Wohnungen neu bauen, die am Ende den Druck aus dem Mieten-Markt nehmen würden."

Laut Czaja will Müller mit dem Rückkaufvorhaben vor allem seine Koalitionspartner von Linken und Grünen zufriedenstellen, die laut über Enteignungen nachdächten. Die Grünen hätten bereits Enteignungen als letztes Mittel nicht ausgeschlossen, sagt Czaja: "Die Linkspartei schließt sich einem Volksentscheid zu Enteignungen an. Das ist ein kleiner Versuch von Herrn Müller, die Koalition zu befriedigen. Aber wir brauchen einen großen Versuch, und das ist der Neubau in der Stadt, um den Berlinerinnen und Berlinern günstige Mieten zu garantieren."