Ein AfD-Wahlkampfbüro nach einem Farbbeutel-Anschlag
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- Schuster: "AfD instrumentalisiert Vorfall"

Vertreter aller Parteien im Bundestag haben den Angriff auf den Bremer AfD-Chef Magnitz verurteilt. Die AfD selbst spricht von Mordversuch und wirft den anderen Parteien Mitschuld vor. Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster betonte im Inforadio, Magnitz sei kein Einzelfall. Er forderte die AfD auf, den Vorfall nicht zu instrumentalisieren.

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster beklagt eine Verrohung in der politischen Auseinandersetzung. Der Obmann im Innen-Ausschuss des Bundestages sagte am Mittwoch im Inforadio, es gebe eine Verrohung der Sprache, eine "Angriffslustigkeit unter der Gürtellinie".

Davon sei aber nicht nur die Alternative für Deutschland betroffen, so Schuster mit Blick auf den Angriff auf den AfD-Politiker Frank Magnitz. Er ermahnte die Partei, sich nicht als Opfer zu stilisieren: "Die AfD betrifft es besonders, ja, aber es wäre schlauer, wenn Herr Gauland die vielen richtigen Äußerungen gestern, über alle Parteien hinweg, bis zum Bundespräsidenten genutzt hätte, um vielleicht auch mit uns gemeinsam gegen das Problem vorzugehen."

Wer eine Oberbürgermeisterin von Köln angreife, wer einen Bundestagsabgeordneten angreife, der gehe ja an die Wurzel der Demokratie. "Dann müssen wir doch zusammenstehen und uns nicht gegenseitig beschimpfen."