Ryanair-Maschine im Anflug auf Frankfurt (Bild: imago/Rüdiger Wölk)
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- Ryanair-Streik - wie reagiert der Konzern?

Seit dem frühen Morgen läuft der 24-stündige Streik beim irischen Billigflieger Ryanair. 400 Flüge sind gestrichen, 55.000 Passagiere sind betroffen. Einen solchen Ausstand hat es bei Ryanair noch nie gegeben. Aber macht er auch Eindruck auf Ryanair-Boss O-Leary? Darüber sprechen wir mit Korrespondentin Anne Demmer.

   

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Ryanair im Preisdilemma: "Auch der Kunde ist das Problem"

Die Piloten der Billig-Fluglinie Ryanair sind wie angekündigt am frühen Morgen in ihren 24-stündigen Streik getreten. Auch die Berliner Flughäfen sind betroffen: in Tegel und Schönefeld wurden 36 Flüge gestrichen. Dem irischen Unternehmen wird immer wieder vorgeworfen, sein Personal deutlich schlechter zu bezahlen als die konkurrenz. Doch zum Problem gehören auch die Kunden, erklärt der Luftfahrtexperte Gerald Wissel im Inforadio: "Wir beobachten seit Jahren ein Buchungsverhalten, das ausschließlich über den Preis geht. Bei solchen Lockangeboten wie von Ryanair suggeriert man dem Kunden aber auch, Fliegen sei richtig billig. Und man zeigt gar nicht, was dahinter steckt." Er sagt: Nur höhere Ticketpreise führen letztlich zu faireren Bedingungen für die Crews.