Die BMX-Bahn bei den Olympischen Spielen in Tokio (Bild: picture alliance/dpa/AP )
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- Ertüchtigungsmöglichkeiten bei den Olympischen Spielen

Am Freitag beginnen die Olympischen Spiele in Tokio. Dann heißt es: "höher, schneller, weiter". Bei manchen Sportarten geht es eher um Genauigkeit, Grazie oder Gewicht. Kolumnist Thomas Hollmann ist ganz fasziniert von den vielfältigen Ertüchtigungsmöglichkeiten, die Olympia bietet.

Man kann Olympia doof finden. Und ich würde das auch tun, wäre Olympia nur das IOC. Dieser intransparente, gebieterische, Diktatoren liebende Altmännerverein, der inzwischen auch mittelalte Frauen aufnimmt, was die Sache nur noch schlimmer macht, wenn sich jetzt auch noch das andere Geschlecht durch Fünf-Sterne-Hotels schnorrt.

Wäre Olympia nur das IOC, ich würde glatt dagegen demonstrieren. Aber Olympia ist auch Sport. Badminton, Baseball Basketball, BMX, Bogenschießen, Boxen. Und das waren jetzt nur die Sportarten mit „B“. Wobei es einem Bogenschützen wenig nützt, wenn der seinem Gegner den Kiefer bricht. Für einen Boxer hingegen ist Schlagkraft durchaus relevant. Während ein Basketballer auch bei zwei Metern noch nicht aufhören muss zu wachsen.

Das ist das eigentlich Faszinierende: Bei Olympia kann man mit ganz unterschiedlichen Fähig- und Fertigkeiten punkten. Auf Tierrücken, in Booten, mit Pistolen, oder indem man von einem 10-Meter-Turm springt.

So etwas muss man natürlich können. Sonst tut es weh. Aber weil die Leute es können, hält sich der Schmerz in Grenzen. Und Olympia sieht auch noch gut aus. Könnerschaft ist nämlich der Vetter der Ästhetik, um es mal verwandtschaftlich auszudrücken.

Bleibt der Vorwurf der Beliebigkeit. Und dass das IOC jede Sportart pickt, die bei drei nicht auf dem Baum ist. Und selbst dort steigt das IOC noch nach. Klettern ist jetzt auch olympisch.

Sackhüpfen dagegen nicht. Dabei wurde das 1904 bei den Spielen in St. Louis betrieben. Vermutlich mit Jutesäcken. Ein Umweltgedanke, den man dringend wieder aufnehmen sollte. Finde ich.

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