ARCHIV - Bundeskanzler Willy Brandt kniet am 07.12.1970 vor dem Mahnmal im einstigen jüdischen Ghetto in Warschau, das den Helden des Ghetto-Aufstandes vom April 1943 gewidmet ist (Bild: dpa)
dpa
Bild: dpa

- Der Kniefall von Warschau vor 50 Jahren

Warschau, 7. Dezember 1970. Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos überrascht Bundeskanzler Willy Brandt mit einer Geste: Er kniet nieder. Was bleibt davon? Von Jan Pallokat

Es war dies ein vieldiskutierter Moment von Brandts auch in Deutschland umstrittener Reise nach Polen. Dort unterschrieb er den ausgehandelten Warschauer Vertrag, der Gewaltverzicht und die Unverletzlichkeit der Grenzen beinhaltete, also auch die faktische Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als polnische Westgrenze.

Es war aber vor allem der spontane Kniefall, der nach Ansicht von Historikern in beiden Ländern nachhaltig zu einem Prozess der Versöhnung beitrug.

Mehr zum Thema

WDR, Planet Wissen, 7.12.2020, Andrea Oster: Der Kniefall von Warschau

Bundeskanzler Willy-Brandt-Stiftung: 50 Jahre Kniefall von Warschau