13.10.2020, Berlin: Vertreterinnen des Korea-Verbandes protestieren an der Friedensstatue in Moabit gegen deren Entfernung (Bild: dpa)
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- Streit um die Erinnerung an Zwangsprostitution

Seit September erinnert die durch den Korea-Verband aufgestellte "Friedensstatue" in Berlin-Moabit an die Opfer sexualisierter Gewalt. Doch um sie gibt es Streit, denn die Statue bezieht sich auch auf die verharmlosend "Trostfrauen" genannten Zehntausenden von Zwangsprostituierten während der japanischen Besetzung - ein rotes Tuch für das konservative Japan.

Weitere Themen der Sendung mit Harald Asel: der Komponist Francesco Lotoro sammelt und archiviert Musik aus Konzentrationslagern, das älteste erhaltene Gebäude Englands ist ausgerechnet ein römischer Leuchtturm und die Überraschung der Woche: Bodenfunde der Kugelamphorenkultur in Neuschmerzke.

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Zur Archivarbeit von Francesco Lotoro siehe Stiftung "Institute of Concentrationary Music Literature"