Ausschnitt: Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland / Keyvisual der Ausstellung (Bild: smithberlin.com)
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- Der Himmel ist eine Scheibe

Die älteste Himmelsdarstellung Europas aus der Bronzezeit ist in Berlin in der Ausstellung "Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" zu bestaunen. Die Erforschung der Himmelsscheibe von Nebra lässt Rückschlüsse auf eine untergegangene egalitäre Gesellschaft im Zentrum Europas aus einer schriftlosen Zeit zu. Um Alltägliches geht es in der neuen rbb-Serie "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt". Berlin von 1961 bis 1990, zwischen Kiez und Weltgeschichte - Zeitzeugen berichten, Archivschätze des Rundfunks werden ausgegraben. Harald Asel über Sakrales und Profanes in der Geschichte.  

Eine der Höhepunkte der Ausstellung "Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland" im Gropius Bau in Berlin ist die Himmelsscheibe von Nebra. Vergraben wurde sie auf einem Berg oberhalb des Unstruttales im südlichen Sachsen-Anhalt um 1600 vor Christus. Was als Raubgrabung 1999 begann, im krimireifen Sicherstellen von Objekt und Fundort weiterging, das blieb auch in den naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Echtheit und beim Zusammenfügen des Wissens mit den anderen Funden ein turbulentes Unterfangen. Harald Meller, Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt und Lockvogel bei der Sicherstellung der Scheibe in einem Basler Hotel, kennt Geschichte und Struktur der Scheibe wie kaum ein Zweiter.

Viele Fragen geht eine neue Sendereihe im rbb-Fernsehen und im Inforadio nach: "Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt". Was ist seit dem Mauerbaus 1961 nicht alles in Berlin passiert? Was bewegte die Berlinerinnen und Berliner in den beiden Stadthälften vielleicht mehr als die weltpolitische Lage? Und wo hat der Alltag vielleicht mehr mit der weltpolitischen Lage zu tun, als man zunächst denkt? 30 Folgen zu den Jahren 1961 bis 1990, gefüllt mit Staatsbesuchen oder dem Leben in den Kiezen: Es gab nie eine Zeit, in der es in Berlin langweilig wurde. Neben den vielen Tönen und Filmen aus dem Hörfunk- und Fernseharchiv des rbb kommen in jeder Folge auch Zeitzeugen zu Wort und erzählen von persönlichen Erlebnissen. Noch ist man in Redaktion bei schmerzlichen Themen-Entscheidungen - die Archive sind einfach voll mit zu vielen guten Geschichten.  

Sendung

Historische Zeichnung, 19. Jahrhundert, Revolte in einer fränkischen Stadt im 12. Jahrhundert (Bild: imago)

Geschichte

Anhand von Reportagen, Gesprächen und Debatten widmet sich das Magazin dem Spannungsfeld zwischen gestern und heute. "Geschichte" sucht nach dem Wirken von Strukturen, Institutionen und Weltanschauungen, will Vergangenes sinnlich erfahrbar machen und Denkanstöße geben. Außerdem: Veranstaltungs- und Lesetipps.