Potsdam, Landeshauptstadt Brandenburg: Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, Mahn- und Gedenkstätte, Denkmal, ehemaliges Gefängnis des Ministerium für Staatssicherheit (Bild: imago images/Jürgen Ritter)
imago images/Jürgen Ritter
Bild: imago images/Jürgen Ritter

- Erinnerungskultur im Wandel

Gedenkstätten stehen unter Veränderungsdruck. Die Erlebensgeneration verschwindet, authentische Orte konkurrieren mit digitaler Vermittlung und Zugewanderte fragen: Was hat das mit mir zu tun? An Beispielen aus Brandenburg spricht Harald Asel darüber mit seinen Gästen.

Es ist eine Vielfalt an Themen, die derzeit die Gedenkstättenarbeit umtreibt. Dokumente und archäologische Grabungen bringen immer wieder neue Erkenntnisse. Der Blick auf Details lässt widersprüchlichen Erzählungen Raum. Da ist aber auch der Wunsch der Öffentlichkeit nach Unterstützung bei der Abwehr heutiger demokratiefeindlicher Tendenzen. Es gilt, eine Balance zu finden zwischen wissenschaftlicher Forschung und pädagogischer Ausrichtung.

Gedenkstätte Todesmarsch im Belower Wald bei Wittstock an der Dosse. Das schon zu DDR-Zeiten 1975 errichtete Mahnmal wurde 2010 unter der Ägide der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten rund um das historische Waldgelände neu gestaltet und erweiteret (Bild: imago images/Jürgen Heinrich)
Bild: imago images/Jürgen Heinrich

Wo steht die Gedenkstättenlandschaft in Brandenburg heute? Wie gelingt eine kritische Beschäftigung mit der Vergangenheit, und was braucht das Erinnern in einer von Digitalisierung und tiefgreifenden Veränderungen geprägten Gegenwart? Welche Erinnerungsarbeit ist produktiv, wo droht Erstarrung? Und welche Rolle spielt dabei bürgerschaftliches Engagement?

Below Todesmarsch Gedenkstätte Museum des Todesmarsches im Wald von Below/Brandenburg (Bild: imago images/Christian Ditsch)
Bild: imago stock&people

Es diskutieren:

Rainer Bauer, Mitbegründer der AG "Verlorener Transport" in Bad Liebenwerda

Dr. Axel Drecoll, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Per Leo, Historiker und Schriftsteller

Bettina Loppe, Projektleitung des Site Specific Augmented Storytelling Lab

Dr. Kurt Winkler, Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

Moderation: Harald Asel

Die Diskussion fand im Rahmen der Ausstellung "Bruchstücke 45. Von NS-Gewalt, Befreiungen und Umbrüchen in Brandenburg" im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte am 25. August 2021 statt.