26.02.2021, Myanmar, Mandalay: Ein Demonstrant auf einem Motorrad zeigt den Dreifingergruß, als Zeichen des Widerstands, während im Hintergrund Soldaten und Polizisten die Demonstranten auf einer der Hauptstraßen auseinander treiben (Bild: AP/dpa)
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- Rückfall in dunkle Zeiten? Myanmar nach dem Militärputsch

Vor zehn Jahren begann in Myanmar nach langer Militärherrschaft eine Phase der Demokratisierung, die 2016 den Wahlsieg der Nationalen Liga für Demokratie von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi brachte. Doch nun hat das Militär erneut vollständig die Macht übernommen. Was steckt hinter dem Putsch? Darüber diskutiert Dietmar Ringel mit seinen Gästen.

Nach dem Regierungsantritt von Aung San Suu Kyi hatten viele Hoffnungen sich nicht erfüllt. Die Macht der Militärs wurde zwar zurückgedrängt, doch nach Meinung vieler Kritiker distanzierte sich Regierungschefin Aung San Suu Kyi nicht entschieden genug von den Generälen.

Verfolgung und Vertreibung der Rohingya

Hinzu kommt das harte Vorgehen gegen die muslimische Minderheit der Rohingya, von denen Hunderttausende ins benachbarte Bangladesch vertrieben wurden. Nun hat das Militär erneut vollständig die Macht in Myanmar übernommen.

Wer verfolgt welche Interessen? Und welche Alternative gibt es zur Macht der Militärs?

Es diskutieren:

Dr. Cordula Meyer Mahnkopf, Zeithistorikerin mit dem Schwerpunkt Politikstrategien im asiatisch-pazifischen Raum

Johanna Neumann, Doktorandin Südostasienwissenschaften Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied im Myanmar-Institut Berlin

Dr. Hans-Bernd Zöllner, Asien-Afrika-Institut der Universität Hamburg