23.1.2021: Mehrere hundert Demonstranten und Putin-Gegner fordern vor der russischen Botschaft in Berlin die Freilassung des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny aus russischer Haft (Bild: imago images/snapshot)
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- Vertrauen verspielt? Was sich Deutschland und Russland noch zu sagen haben

Die Gräben zwischen Berlin und Moskau scheinen tiefer zu sein als jemals zuvor – gegenseitig wirft man sich Aggression vor, für zusätzlichen Zündstoff sorgt der Fall Nawalny. Über die Eiszeit in den deutsch-russischen Beziehungen diskutiert Dietmar Ringel mit seinen Gästen.

Russland sei aggressiv und bedrohe seine Nachbarn, heißt es aus Deutschland mit Blick auf Ostukraine und Krim. Deutschland und die NATO hätten ihr Versprechen gebrochen und sich bis an die Grenzen Russlands ausgedehnt, so der Vorwurf Moskaus. Nun sorgen der Fall Nawalny und weitere Anschläge, für die der Westen den russischen Geheimdienst und Präsident Wladimir Putin persönlich verantwortlich macht, für zusätzliche Konflikte.

Ein neuer Kältegrad

In der Folge sind sowohl die politischen als auch die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland auf einem Tiefpunkt angelangt. Selbst die milliardenschwere und fast fertiggestellte Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 könnte noch scheitern.
Wer trägt die Verantwortung für diese Entwicklung? Welchen Stellenwert hat Russland in der deutschen Außenpolitik?

Es diskutieren

Die Sendung wurde im Haus des Rundfunks, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin am 17. Februar 2021 aufgezeichnet.