Niedersachsen, Oldenburg, 11.1.2021: Schüler eines geteilten Kurses der Oberstufe sitzen in einem Klassenraum der Graf-Anton-Günther-Schule und bearbeiten eine Aufgabe (Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa)
Hauke-Christian Dittrich/dpa
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- Verlorene Generation Corona?

Bereits jetzt sind mehrere Schuljahrgänge von den außergewöhnlichen Umständen der Corona-Pandemie geprägt. Ist das in fast einem Jahr Versäumte aufzuholen? Welcher Kraftakt wird allen Beteiligten abverlangt? Darüber diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen.

Der Präsenzunterricht für die Abschlussklassen in den deutschen Schulen ist ein heftig diskutiertes Thema. Zwei Schutzziele werden abgewogen: Bewahrung vor einer Ansteckung und die Chancengleichheit für Schülerinnen und Schüler. Die Bundesländer entscheiden dies unterschiedlich.

Folgen für die Bildung

Doch was hat die Schulsituation für Landzeitfolgen für die Bildung? Schon jetzt können viele Schülerinnen und Schüler die Erwachsenen beim Thema Digitalkompetenz beschämen. Hat die Pandemie daher nicht auch Erfahrungen geschaffen, die später in Beruf und Alltag sogar Vorteile verschaffen? Oder verschärft sich doch nur die soziale Kluft? Wird sich bei späteren Bewerbungen der Abschluss 2020 und 2021 nachteilig auswirken?

Es diskutieren:

Ismahan Alboga, RBB-Journalistin, die eine Langzeitbeobachtung des Fläming-Gymnasiums in Bad Belzig durchführt

Britta Ernst, Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport (SPD), Präsidentin der Kultusministerkonferenz

Luisa Regel, Landesschülerausschuss Berlin

Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Leiterin der Abteilung Bildung und Familie am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professorin für Bildungsökonomie an der FU Berlin

Moderation: Harald Asel

Die Vorsitzende der Kultusminister-Konferenz, Britte Ernst, hält Abschlussprüfungen an Schulen weiter für realistisch - obwohl der Corona-Lockdown verlängert wurde. Nach jetzigem Stand der Pandemie wollten alle Bundesländer an den Abiturprüfungen und mittleren Schulabschlüssen festhalten, betonte die Brandenburger Bildungsministerin in der Diskussion. Ziel bleibe es, dass das Abitur 2021 eines werde, das gleichwertig sei mit dem im vergangenen und dem im Folgejahr.

Ernst begrüßte, dass für Abschlussklassen - trotz grundsätzlich verlängerter Schulschließung - auch Präsenzunterricht möglich bleibt. Es sei berechtigt, dass einzelne Länder - je nach Höhe der Infektionszahlen - hier unterschiedlich vorgehen.

Die Sendung wurde im Großen Sendesaal im Haus des Rundfunks, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin am 20. Januar 2021 aufgezeichnet.