ARCHIV, Berlin 07.10.2020: "Bitte halte Abstand" und "Danke, dass du in unserem Store einen Mund-Nasen-Schutz trägst" steht am Schaufenster eines Kaufhauses in Wilmersdorf (Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild)
Jens Kalaene/dpa-Zentralbild
Bild: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild

- Corona und kein Ende?

Auf den Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Deutschland reagiert die Politik mit neuen Maßnahmen wie Beherbergungsverboten, erweiterter Maskenpflicht und höheren Bußgeldern. Doch reicht das aus, um die Pandemie einzudämmen? Darüber diskutiert Dietmar Ringel mit seinen Gästen.

Die Berliner FDP hat sich mit Blick auf die Senatsberatungen am kommenden Dienstag gegen eine starre Zuschauergrenze bei Kulturveranstaltungen ausgesprochen.

In Opernhäusern oder Theatern sei man in der Lage, Hygienekonzepte gut durchzusetzen und Infektionsketten nachzuverfolgen, sagte Fraktionschef Sebastian Czaja. Überall, wo das gelinge, müsse Kultur auch möglich sein.

Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), plädierte dafür, dass man bei der Besucherzahl auch die Gegebenheiten - wie etwa Raumgöße, Belüftung, die Länge der Veraranstaltung – berücksichtigen sollte. Zudem müsse über die Pausenregelung nachgedacht werden, um Menschenansammlungen zu vermeiden.

Gegen starre Grenzen hat sich auch der Medizinstatistiker Gerd Antes ausgeprochen. Wichtiger sei es, darauf zu achten, wie viel Platz für jeden einzelnen vorhanden sei: "Diese Absolutzahlen sind großer Blödsinn, wir brauchen eine Dichte. Was muss ich an Quadratmetern für den Einzelnen haben?"

Zudem haben die Gäste über Sperrstunden, Eigenverantwortung und die Maskenpflicht diskutiert.

 

Auf dem Podium:


Angelika Schöttler, SPD, Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg
Sebastian Czaja, FDP-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus
Prof. Gerd Antes, Medizin-Statistiker, Honorarprofessor an der Universität Freiburg
Carsten Schmiester, Hörfunkkorrespondent im ARD-Studio Stockholm
Dietmar Ringel
, Moderator

 

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