20.09.2020, Belarus, Minsk: Eine Frau steht bei einer Kundgebung der Opposition, um gegen die offiziellen Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen zu protestieren, vor Polizisten mit Schilden.
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- Wie kommt Belarus aus der politischen Sackgasse?

Die Lage in Belarus spitzt sich mit jedem Tage weiter zu. Doch zuvor zeigte sich das Land in der Innenpolitik bereit zum Dialog. Wie konnte die Lage derart eskalieren und welche Auswege gibt es? Dietmar Ringel diskutiert mit seinen Gästen.

Belarus wurde im Westen lange kaum wahrgenommen. Das Land galt als Anhängsel Russlands mit autoritärem Präsidenten auf Lebenszeit. Doch nach innen zeigte der belarussische Staat zunehmende Dialogbereitschaft: Öffentliche Diskussionen, Freilassung politischer Gefangener.

Auch das Interesse westlicher, deutscher Unternehmen an Belarus wuchs zunehmend an. Doch seit der Präsidentschaftswahl im August hat sich die Lage völlig verändert. Jedes Wochenende protestieren Zehntausende gegen die ihrer Meinung nach gefälschte Wahl. Sie fordern den Rückzug von Präsident Lukaschenko. Der Staat reagiert mit Gewalt und Festnahmen.

 

Die Gäste

 

Im Forum diskutiert Dietmar Ringel mit Olga Dryndova, Forschungsstelle Osteuropa, deutsch-belarussische Gesellschaft und verantwortliche Redakteurin „Belarus-Analysen“, Stefan Kägebein, Regionaldirektor Osteuropa des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, SPD-Politiker Nils Schmid und Irina Grushevaya von der Organisation "Kinder von Tschernobyl".

Hinweis: Die Sendung wurde voraufgezeichnet.