17.08.2020, Rheinland-Pfalz, Mainz: Natalie Friesen (Klassenlehrerin der 7b, r) erklärt den Schülerinnen und Schülern zum Schulstart nach den Sommerferien im Digitalunterricht den Umgang mit der Kommunikations-App "Sdui" (Bild: dpa)
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- Schule digital - schöner Schein, aber nichts dahinter?

Im Frühjahr versetzte das Corona-Virus Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte ins Homeschooling. Damit bekam im zurückliegenden Schuljahr eine Debatte wieder Auftrieb, die schon länger geführt wird: Wie gut halten die Berliner Schulen mit dem digitalen Wandel Schritt? Darüber diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen.

Mit dem Shutdown aufgrund der Pandemie hatte der "Lernraum Berlin", die Lernplattform der Bildungsverwaltung für alle Schultypen, seine Feuertaufe zu bestehen. Plötzlich fanden sich Schüler und Lehrende sich vorm Bildschirm wieder, "von jetzt auf gleich".

Fragen über Fragen warf diese Situation auf: Welchen technischen Qualifikationsbedarf haben Lehrende? Wie gut ist die Ausstattung mit Endgeräten, Netzwerktechnik, EDV-Programmen? Sind die Schulen von ihrer technischen Infrastruktur her gut genug gerüstet? Ist das neue Whiteboard im Klassenzimmer schon die Lösung? Wie steht es um Schulungskonzepte? Um pädagogisches Know-How beim E-learning? Langen die Ermäßigungsstunden für EDV-Administratoren, also die Arbeitszeit der Lehrenden für neue Aufgaben aus?

Verhältnis von digitalem und analogen Unterricht

Darüber hinauas wurde über das richtige Verhältnis von digitalem Lerngruppen und Präsenzunterricht diskutiert. Schülerinnen und Schüler meldeten sich mit Kritik und eigenen Beobachtungen der Digitalkompetenz ihrer Lehrenden zu Wort, Umfragen wurden durchgeführt.

Nun hat die Schule wieder begonnen. Voraussichtlich ohne Abstandsregeln, aber mit vielen neuen Erfahrungen. Zeit, um Zwischenbilanz zu ziehen: Wie gut ist die Digitalisierung im Eiltempo geglückt? Was sollte bewahrt werden? Welche offensichtlichen Fehler laden zum Bessermachen ein?

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