18.4.2020: Biene an einem Obstbaum (Bild: dpa)
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- Das große Krabbeln - Insekten in der Landwirtschaft

Insekten bestäuben Pflanzen, fördern die Beseitigung toter Organismen, verbessern die Bodenqualität und vertilgen schädliche Artgenossen. Doch intensive Landwirtschaft ist eine Bedrohung für sie. Entgegen den eigentlichen Zielen ist die Bundesregierung weit davon entfernt, den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen. Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die Insekten schützt? Darüber spricht Ute Holzhey mit ihren Gästen.

Eine Welt ohne Insekten kann man sich nicht vorstellen – so zentral sind die meist kleinen Wesen für das Funktionieren unserer Welt. Sie bestäuben Pflanzen, fördern die Beseitigung toter Organismen, verbessern die Bodenqualität und vertilgen schädliche Artgenossen. Sie sind untrennbar mit der Landwirtschaft verbunden – und dennoch ist gerade die intensive Landwirtschaft eine der größten Bedrohungen für sie. Wir erleben derzeit einen dramatischen Rückgang der Insekten in Deutschland, Europa und weltweit. Große Felder ohne Blühstreifen, der Einsatz von Pestiziden, intensiver Ackerbau und weniger Weidehaltung von Tieren nehmen den Insekten die Lebensräume. Entgegen der eigentlichen Ziele ist die Bundesregierung weit davon entfernt den Verlust biologischer Vielfalt zu stoppen. Was aber muss getan werden? Wie sieht eine Landwirtschaft aus, die Insekten schütz? Welchen Beitrag können die Landwirte leisten und welche Unterstützung brauchen sie von der Politik, um Insekten- und Biodiversitätsschutz wirksam umzusetzen?

Über diese Fragen diskutieren wir im Rahmen der Veröffentlichung des "Insekten-Atlas", der Heinrich-Böll-Stiftung, der Daten und Fakten über Nütz- und Schädlinge in der Landwirtschaft liefert.

 

Gäste:

 

Axel Vogel, Bündnis 90/Die Grünen
Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Brandenburg

Henrike von der Decken
Bundesamt für Naturschutz

Henrik Wendorff
Präsident des Landesbauernverbandes Brandenburg e.V.

Dr. Friedrich Dechet
Industrieverband Agrar e.V.

Die Sendung ist eine Wiederholung vom 19. Januar 2020. Die Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung, des BUND und Inforadio (rbb) wurde am 13.01.2020 aufgezeichnet.

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