10.11.1989: Tanz auf der Berliner Mauer am Brandenburger Tor (Bild: imago images/Sven Simon)
imago images/Sven Simon
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- Europäischer Mythos Berlin

Berlin, so lautet ein Bonmot, ist das Rom der Zeitgeschichte. Die Stadt ist spät zur Metropole aufgestiegen und spiegelt in ihrer Geschichte europäische Vergangenheit wider. Was das für eine gemeinsame Erinnerungskultur bedeuten kann, darüber spricht Harald Asel mit seinen Gästen.

Berlin wird als Ort einzigartiger europäischer Geschichte geschätzt: Zentrale des nationalsozialistischen Terrors, Mittelpunkt und Symbol des Kalten Krieges, aber auch Schauplatz der Friedlichen Revolution 1989. Bis heute zeugen Einschusslöcher an Fassaden von der Realität des 20. Jahrhunderts. Seit einem Vierteljahrhundert wandelt sich die Stadt nun in rasantem Tempo und holt nach, was andere Großstädte hinter sich haben.

Wie kann und soll Berlin dieser besondere Ort bleiben? Welche Rolle spielt bei Besuchern Sehnsucht nach Authentizität und Histotainment? Und was heißt das für die Einheimischen? Was für eine zukunftsorientierte Stadtplanung? In Zeiten einer schwierigen Verständigung über Wesen, Charakter und Ziele des europäischen Kontinents geht es nicht zuletzt um die Frage, wie das geteilte, gemeinsame, aber oft nur fragmentarisch erinnerte Erbe Europas in Berlin sichtbarer werden kann.

Mit Moderator Harald Asel diskutieren:

Prof. Dr. Harald Bodenschatz
Sozialwissenschaftler und Stadtplaner, Architekten- und Ingenieursverein Berlin (AIV) Vorstand

Gerry Woop
Staatssekretär für Europa in der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Prof. Dr. Stefanie Endlich
Freiberufliche Publizistin und Honorarprofessorin an der HdK / UdK

Hélène Kohl
Deutschland Korrespondentin des französischen Radiosenders Europe 1

 

Die Sendung ist eine Wiederholung vom 24.6.2018. Sie wurde auf einer öffentlichen Veranstaltung von Urania Berlin und Inforadio (rbb) vom 18.06.2018 aufgezeichnet.