Düsseldorf: Ein Bauunternehmen hat an der Rheinpromenade ein grossen Plakat, mit Dank an die Helden des Alltags, an eine Hausfassade gehängt (Bild: imago images/Jochen Tack)
imago images/Jochen Tack
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- Heldinnen und Helden in Corona-Zeiten

Noch vor kurzem wirkte der Begriff "Held" wie aus der Zeit gefallen. Heroismus wurde verdächtigt, autoritäres Denken zu transportieren. Nun ist der Held wieder da - in Gestalt des Problemlösers oder jenem, der sich für beschwerliche Aufgaben berufen fühlt.  

Wie können wir den Begriff "Held" ohne schlechtes Gewissen verwenden? Versammeln sich hochindividualisierte, verunsicherete Gesellschaften bereitwillig hinter Führungspersönlichkeiten? Verdeckt die neue Wertschätzung von Alltagshelden lange geduldete Versäumnisse und Ungerechtigkeiten? Und wo sind überhaupt Unterschiede zu anderen Zeiten festzumachen?

Darüber diskutieren mit Harald Asel:

Toska Holtz, Geschäftsführerin der Ricam Hospiz Stiftung, Berlin

Dieter Thomä, Professor für Philosophie an der Universität Sankt Gallen und Autor des Buchs "Warum Demokratien Helden brauchen"

Prof. Dr. Christoph Markschies, Lehrstuhl für Antikes Christentum an der Humboldt Universität Berlin und designierter Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Serie "Sie sind Held*innen" auf Inforadio.de

Eine Putzfrau säubert und desinfiziert die Klassenräume.
dpa/Strauch

Reinigungskräfte im Corona-Alltag: Mehr als nur Putzen

Home Office ist nicht für jeden Beruf eine Option. Auch nicht für die Reinigungskräfte in den Seniorenheimen der Johanniter GmbH. Eine tägliche Herausforderung, sagt Andre Gorek. Er organisiert die Reinigungskräfte in den Heimen der Johanniter GmbH. 

Symbolbild: Hebamme betreut schwangere Frau (Bild: dpa/ Klaus Gigga)
dpa/ Klaus Gigga

Geburt mit Abstand - Hebammen im Corona-Alltag

Schwanger mitten in der Corona-Krise – das ist eine Herausforderung für Eltern und Hebammen. Denn Geburten lassen sich nicht verschieben, Abstand halten ist auch keine Option. Hebamme Mandy Pleikies berichtet, wie ihr derzeitiger Alltag aussieht. 

Symbolbild Psychotherapie in der Klinik. Frau hält sich den Kopf. Im Hintergrund ist ein Arzt zu sehen (Bild: imago images / Panthermedia)
imago images / Panthermedia

Psychiater: "Coronakrise kann psychische Erkrankungen verstärken"

Wenn Menschen sowieso mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen haben, dann ist die Corona-Zeit eine ganz besondere Situation. Vsevolod Silov ist Chefarzt für Psychosomatik und Psychotherapie am Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen. Er erzählt, wie turbulent es in den vergangenen Wochen zuging.

Eine Mutter sitzt mit zwei Kindern am Tisch, während sie Home Office macht.(Bild: dpa)
dpa

Alleinerziehende Mutter: "Ich bin nur noch im Funktionsmodus"

In Deutschland gibt es 1,8 Millionen erwerbstätige Alleinerziehende. Doch in der Corona-Krise hat nur ein Teil von ihnen Anspruch auf Kinder-Notbetreuung. Wanda Schulte ist Mutter eines Zweijährigen und gibt Einblick in einen kräftezehrenden Alltag.

Symbolbild: Ärztin mit Corona-Test
imago images / Future Image

Amtsärztin: "Wir kommen bei der Menge an Infektionen nicht hinterher"

Gesundheitsämter sind zentraler Anlaufpunkt für Corona-Verdachtsfälle und die Betreuung von Infizierten. Doch trotz Aufstockung des Personals sei die Arbeit weiterhin kräftezehrend, so die Amtsärztin und Leiterin vom Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Nicoletta Wischnewski.  

Musiker des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB)
ZB/dpa

Mit Musik Beziehung und Nähe schaffen

Musikerinnen und Musiker des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin (RSB) spielen während der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie vor Seniorenheimen und Krankenhäusern. Flötist Rudolf Döbler gibt Einblicke in diese ganz besondere Konzertreihe.

Müllwerker der Berliner Stadtreinigung mit Container (Bild: imago images / Frank Sorge)
imago images / Frank Sorge

Müll lässt sich nicht im Home Office verbrennen

Die Corona-Krise zwingt gerade viele Menschen ins Home Office. Doch längst nicht jeder Job lässt sich vom heimischen Schreibtisch aus erledigen: Hardy Schröder ist Betriebsingenieur im Müllheizkraftwerk Ruhleben in Berlin. Wie verläuft sein Arbeitsalltag in Zeiten von Corona?

Gestapelte Bücher und Bücherregale (Bild: imago images / Pius Koller)
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Buchhändler: "Meine Kunden sind sehr diszipliniert"

Zu den wenigen Läden, die auch in Coronazeiten offen haben, gehören auch Buchläden. Dirk Sarnoch ist Buchhändler des Kiezbuchladens "Peak" in Oberschöneweide. Er hat seinen Laden etwas umgeräumt und bei seiner Kundschaft neue Vorlieben entdeckt.

Justizvollzugsbeamte in der Station fuer Sicherungsverwahrte in der Teilanstalt V der JVA Tegel.
imago images / photothek

"Wir versuchen, das Virus draußen zu lassen"

Die Corona-Epidemie verändert auch das Leben in den Justizvollzugsanstalten. Besuche von Freunden und Familie sind nicht mehr möglich – eine Belastung für die Gefangenen. Die Beamten müssten besonders jetzt Vorbilder sein, berichtet Susanne Bischoff, Schichtleiterin in der JVA Heidering.

Symbolbild: Intensivstation
imago images / Lichtgut

Intensivpfleger auf der Corona-Station: "Es ist eine Berufung"

Intensivpfleger Alexander Lang ist freiwillig auf die Corona-Station der Charité in Berlin-Mitte gewechselt. In unserer Reihe "Sie sind Held*innen" berichtet er von seinem Respekt vor der Krankheit und, dass er dort helfen wollte, wo er gebraucht wird.

Symbolfoto. Digitale Kirche
Imago Images

"Wir senden den Gottesdienst per Livestream"

Die Coronakrise zieht ihre Kreise in alle Lebensfelder. Auch das Leben in den Kirchen kann nicht mehr wie gewohnt stattfinden, für einige Personen fällt ein wichtiger Lebensbestandteil weg. Pfarrerin Claudia Scheufele berichtet, welche kreativen Wege ihre Gemeinde in diesen Tagen gefunden hat.

Straßenkinder am Alexanderplatz
imago images / Schöning

"Mehr Kids hauen von zu Hause ab"

Für Kinder und Jugendliche, die in Armut aufwachsen oder gar obdachlos sind, bedeutet die Corona-Krise: Keine Schule, keine regelmäßigen Mahlzeiten oder gar kein Geld. Die Krise bringe nun zudem immer mehr Kids auf die Straße, sagt Eckhard Baumann, Gründer von Straßenkinder e.V.

Drogiemitarbeiterin beim Einsortieren von Toilettenpapier (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa

"Es kommt täglich zu Übergriffen in unseren Filialen"

Drogerien sind direkt von der Massenvorsorge in der Corona-Krise betroffen - und manche Kund*innen diskutieren bis aufs Messer um begehrte Artikel. Dies belaste das Personal zusätzlich, sagt Florian Wolf. Er ist für mehrere dm-Märkte in Berlin und Brandenburg verantwortlich.

Symbolbild: Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur
dpa

"Bonuszahlen ändern nichts in den Krankenhäusern und Heimen"

Angelina Röck arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin in einem Altenheim und einem großen Krankenhaus. Der Umgang mit dem Coronavirus dort hat sie erschreckt. Sie wünscht sich ein besseres Pflegesystem statt einmaligen Bonuszahlungen.

Symbolbild Kindershospiz: Ein Teddy sitzt auf einem Bett im Kindertageshospiz «Sonnentag» in Frankfurt (Oder).
ZB/Pleul/dpa/picture-alliance

Kinderhospiz in der Coronakrise: "Es ist herzzerreißend"

Die Coronakrise legt die ganze Bevölkerung lahm. Doch in manchen Bereichen gibt es keinen Stillstand. So auch im Kinderhospiz "Berliner Herz". Die angeordneten Abstandsmaßnahmen fallen hier doppelt so schwer. Leiterin Anke Haase erklärt, wie die Arbeit trotz Pandemie weitergeht.

Ein BVG-Bus am Berliner Dom. (Bild: imago/snapshot)
imago/snapshot

"Generell ist es ruhig, schon fast gruselig"

Home Office - so lautet die Ansage der Arbeitgeber*Innen, um die Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich einzudämmen. Traute Meyer ist Busfahrerin bei der BVG. Von Zuhause arbeiten ist für sie keine Option.

Häusliche Pflege eines Kranken
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Altenpflegerin: "Wir halten die Stellung und funktionieren"

Abstand halten geht in der Pflegearbeit nicht. Gleichzeitig ist das Coronavirus aber für alte und kranke Menschen besonders gefährlich. Anne-Kathrin Pusch leitet einen mobilen Pflegedienst in Brandenburg an der Havel. Sie berichtet über den Arbeitsalltag und kreative Lösungen in der Epidemie.

ÄrztInnen und eine Patientin in einem OP-Saal
picture alliance / Jiri Hubatka

"Wir fürchten, die Krebspatienten nicht mehr angemessen behandeln zu können"

Barbara Ozsvàth hält den Betrieb in der onkologischen Ambulanz einer Klinik in Wien aufrecht. Dabei muss sie ihre besonders gefährdeten Patienten vor dem Virus schützen. Die Ärztin berichtet vom Klinikalltag in schwierigen Zeiten.

Ein Arzt untersucht ein Kind (Bild: imago images / ingimage)
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Kinderarzt: "Eltern brauchen gerade viel Beratung"

In der Coronakrise fehlten Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel auch bei den Kinderärzten. Der Arzt Jakob Maske erzählt über die Arbeit in dieser Zeit und warnt vor einer Schließung der Kinder- und Jugendarztpraxen, weil Schutzmaterialien fehlen.

Eine Apotheke mit einer Trennwand aus Plexiglas zum Schutz einer Ansteckung mit dem Coronavirus
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Apothekerin im Krisenalltag: "Es ist ruhiger geworden"

Aus Angst vor dem Coronavirus suchen viele Menschen Rat in Apotheken und wollen sich mit Medikamenten eindecken. Anke Grabow arbeitet in Berlin-Karlshorst und berichtet von den täglichen Herausforderungen.

Symbolbild: Krankenpersonal in der Corona-Krise (Bild: imago images/ Ronald Bonss)
imago images/ Ronald Bonss

Krankenschwester: "Alle legen noch eine Schippe drauf"

Die Mitarbeiter in den Krankenhäusern sind in der Coronavirus-Pandemie besonders gefragt. Anja Voigt ist Krankenschwester auf der Intensivstation des Vivantes-Klinikums Neukölln. Sie erzählt über ihre Arbeit und fordert Respekt und eine gute Bezahlung von der Politik.