weggeräumte Tische und Stühle vor einem Cafe in Leegebruch
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- Brandenburgs Wirtschaft ächzt unter Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft fest im Griff. Es geht vielerorts die Angst vor der Zukunft um. Brandenburgs Wirtschaftsminister (SPD) Jörg Steinbach und Bernd-Armin Schmidt von der Investionsbank Brandenburg erklären, welche Hilfen es gibt.

Die Corona-Pandemie bedeutet für viele Unternehmen und Selbstständige Geschäftseinbrüche und Auftragsverluste. In Brandenburg sichern vor allem Landwirtschaft und Tourismus Arbeitsplätze und Wohlstand. Millionenschwere Rettungsschirme sind in Brandenburg auf den Weg gebracht. Aber was können die wirklich leisten? Und woran sollten wir denken, wenn es um später, um die Zeit nach der Krise geht?

Moderator Harald Asel diskutiert mit folgenden Gästen:

Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister von Brandenburg (SPD) und

Bernd-Armin Schmidt von der Investionsbank Brandenburg

Bernd-Armin Schmidt von der Investionsbank Brandenburg und Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister von Brandenburg (SPD)
Bernd-Armin Schmidt von der Investionsbank Brandenburg und Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister von Brandenburg (SPD), halten Abstand im Inforadio-Studio. Bild: Inforadio/rbb

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat an die Arbeitgeber apelliert, Toleranz und Flexibilität walten zu lassen.

Im Inforadio vom rbb sprach er am Sonntag die Bitte aus, Löhne normal weiterzuzahlen, auch wenn Eltern wegen der Kinderbetreuung noch in den nächsten Tagen zu Hause bleiben müssen. Betroffen davon seien Eltern, deren Jobs nicht in die Bereiche der sogenannten kritischen Infrastruktur gehören, wo die entsprechende Notbetreuung stattfindet. Diejenigen seien, rein gesetzlich, was die Lohnfortzahlung betrifft, eigentlich nur bis zu diesem Wochenende geschützt.  

Die zu Hause Gebliebenen solle man nicht zum Zwangsurlaub oder zu ähnlichen Dingen verurteilen,
"...sondern bitte einfach eine normale Lohnfortzahlung vorzunehmen. Ab der übernächsten Woche wird es Regelungen geben, die dann die Arbeitgeber entsprechend enlasten werden."

Das sei heute auch Thema bei der Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten.

"Tun Sie einfach so, als wären es lange fünf Tage, die bis zum nächsten Wochenende reichen."

Unterstützung für Unternehmen und Selbständige durch das Land Brandenburg

Weiterführende Informationen zu finden auf

der Website des Wirtschaftsministeriums Brandenburg:

www.mwae.brandenburg.de

und

auf der Website der Investitionsbank Brandenburg:

www.ilb.de

Darüber hinaus unterstützt Steinbach Pläne, wonach Menschen ihre Arbeitskraft in der Corona-Krise solidarisch einsetzen sollen.  

Er halte es für wahrscheinlich, dass es von der Politik einen entsprechenden Aufruf geben werde.  

Die Menschen könnten überlegen, in welcher anderen Branche sie hilfreich wären. Als Beispiel nannte Steinbach Lehrer, die die Kinder von Krankenhausmitarbeitern vor Ort betreuen.

"Kann ich als Lehrer vielleicht für diejenigen, die in Krankenhäusern arbeiten und die Kinder haben, dort vor Ort die Kinderbetreuung übernehmen. Oder ähnliches, was eine wesentliche Entlastung für das Personal dort darstellen würde."

Im Moment sammele man Ideen, sagte Steinbach. Mit Blick auf die Bereitschaft und das künftige Engagement der Brandenburgerinnen und Brandenburger zeigte er sich optimistisch.

Man könne aus Potsdam heraus nicht alles an der Stelle wissen. Man sei am Anfang dieser Phase, und dieser Solidarisierungsprozess müsse an der Stelle aufsetzen.

"Aber da bin ich, was die Brandenburgerinnen und Brandenburger betrifft, sehr optimistisch."

Die spannende Aufgabe sei es nachher, und man könne das an China im Moment beobachten, das Wiederanlaufen der Wirtschaft zu organisieren und wieder zu einem Normalzustand zu kommen.

"Wir werden anschließend Monate brauchen, bis wir wieder auf demselben Stand der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sind, auf dem wir vor dieser Corona-Krise gewesen sind.