v.l.n.r. Damien McGuinness, BBC-Korrespondent in Berlin, Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Moderator Dietmar Ringel (Bild: rbb/ Aleksandra Karolczyk)
rbb/ Aleksandra Karolczyk
Bild: rbb/ Aleksandra Karolczyk

- Brexit - ein Ende mit Schrecken?

Nach dem Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union ist unklar, wie sich der Brexit vollziehen wird. Über die möglichen Folgen diskutiert Dietmar Ringel mit seinen Gästen.

Seit dem Sieg der Tories bei der Unterhauswahl im Dezember 2019 ist der Widerstand der Brexit-Gegner gebrochen. Doch unklar ist, wie sich der Brexit vollziehen wird. Können sich die EU und Großbritannien auf einen geregelten Austritt einigen? Wie und mit welchen Folgen würde er ablaufen? Oder kommt am Ende doch der no-deal-Brexit mit unabsehbaren Folgen für alle Beteiligten?

Im Haus des Rundfunks in Berlin haben zu diesem Thema diskutiert:  

Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und Professor für Makroökonomie an der HU Berlin  

Damien McGuinness, BBC-Korrespondent in Berlin

Alexander Göbel, ARD-Hörfunkkorrespondent ARD-Studio Brüssel (aus Brüssel live zugeschaltet)

Moderation: Dietmar Ringel

Altmaier spricht sich für schnelle Verhandlungen aus

Nach dem Brexit fordert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ein hohes Tempo bei den Verhandlungen über die künftigen Beziehungen.

Die EU müsse die Ankündigung des britischen Premierministers Boris Johnson ernst nehmen, dass er die Übergangsphase des Brexit über das Jahr hinaus nicht verlängern wolle, sagte Altmaier. "Notfalls muss eben auch über die Sommerpause im heiligen Monat August gearbeitet werden, damit wir ein vernünftiges gutes Abkommen haben."

Altmaier machte klar, dass es keine Sonderrabatte für Großbritannien geben werde. Die EU habe eine Vielzahl von Handelsabkommen mit verschiedenen Ländern - das Abkommen mit Großbritannien müsse vergleichbar sein. Altmaier sieht jetzt London am Zug:

"Die britische Regierung muss uns jetzt sagen, welchen Grad an Verflechtung sie wünscht - es gibt ganz unterschiedliche Modelle mit mehr und weniger Zöllen, mit mehr und weniger Zugang zu den einzelnen Märkten. Aber die EU wird klar sagen, was die Folge davon ist und ihre Interessen bewahren."

Weitere Informationen zum Brexit

auch auf inforadio.de

Symbolbild: Brexit Day am 31. Januar (Bild: imago images/ Mark Thomas)
imago images/ Mark Thomas

Grossbritannien verlässt EU - Der Brexit ist da

Am 31. Januar hat Großbritannien die Europäische Union verlassen – nach 47 Jahren der Mitgliedschaft. Inforadio schaut auf die Reaktionen und Perspektiven nach dem Brexit.