Der erste Containerzug als Teil der chinesischen Seidenstraßeninitiative fährt im Hafen von Mukran auf der Insel Rügen zum Verladekai
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- Chinas neue Seidenstraße - Fluch oder Segen?

Seit Jahren plant und baut China am neuen Großprojekt "Neue Seidenstraße" und das auf zwei unterschiedlichen Routen. Was dem einen nützt, schadet eventuell dem anderen?

Auf der antiken Seidenstraße wurde chinesische Seide Richtung Westen transportiert, in Richtung Osten waren es vor allem Wolle, Gold und Silber. Später kamen viele andere Handelsgüter hinzu. Seit einigen Jahren setzt China auf das Projekt der neuen Seidenstraße. Ein Strang führt über Zentralasien, die Türkei und Russland bis nach Deutschland, ein zweiter über den Indischen Ozean, den Suezkanal und das Mittelmeer nach Venedig.
Während die einen von neuen Perspektiven für den Welthandel sprechen, warnen andere davor, dass China vor allem seinen Einfluss in der Nachbarschaft und darüber hinaus erhöhen will. Besonders die Länder Zentralasiens und Osteuropas könnten in Abhängigkeit von China geraten.
Wie berechtigt sind diese Befürchtungen? Wem nützt die neue Seidenstraße, und wer könnte am Ende der Verlierer sein?

Auf dem Podium

Beate Eschment
Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)

Thomas Eder
Mercator Institute for China Studies

Michael Schaefer

Vorstandsvorsitzender der BMW-Stiftung Herbert Quandt und früherer deutscher Botschafter in China

Felix Lee
taz

Moderation: Dietmar Ringel

Podium mit Dietmar Ringel, Beate Eschment, Thomas Eder, Michael Schaefer und Felix Lee (Bild: Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien)
Bild: Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)

Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit ZOiS, merics und Inforadio fand im ZOiS in der Mohrenstraße 60, 10117 Berlin am 21. Januar statt.