Treffen der Visegrad-Gruppe 2019 in Prag
imago images / CTK Photo
Bild: imago images / CTK Photo

- Demokratie in Gefahr? Das neue Ost-Mitteleuropa

Droht eine neue Spaltung in Europa zwischen Ost und West? Woher kommt die neue Sehnsucht nach autoritären Strukturen? Darüber diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen.

In den öffentlichen Debatten über Europa, seine Identität und seine Zukunft, spielen die Revolutionen von 1989/90 in der DDR und Ostmitteleuropa keine vorrangige Rolle. Zumindest außerhalb von Jubiläen. Diese mangelnde Beachtung mag ein Grund dafür sein, dass die Demokratie in Ländern wie Polen, Ungarn oder Tschechien an jener Strahlkraft verloren hat, die sie in den 1990er Jahren hatte. Wurden Erfahrungen mit Unterdrückung ignoriert und das Erfolgsmodell des liberalen Westens unreflektiert den Transformationsgesellschaften übergestülpt? In der als überwunden geglaubten Teilung Europas scheinen sich die Konturen einer neuerlichen Spaltung abzuzeichnen. Aber sind es nur Spaltungen entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs?

Welche Antworten auf die drängenden Fragen und Zerwürfnisse in Deutschland und Europa können aus den mutigen und hoffnungsfrohen Jahren 1989/90 gewonnen werden?

Inforadio veranstaltet diese Diskussion in Zusammenarbeit mit der Bundesstiftung Aufarbeitung, der Deutschen Gesellschaft und dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung  der SED-Diktatur. Es ist die Abschlussveranstaltung der Reihe "REVOLUTION! 1989 – Aufbruch ins Offene".

Auf dem Podium:


Basil Kerski

Direktor des Europäischen Solidarnosc-Zentrums, Danzig
und Chefredakteur des Magazins DIALOG, Berlin

Noémi Kiss
Schriftstellerin, Budapest

Thomas Kralinski
Staatssekretär und Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien und Internationale Beziehungen, Potsdam

Bascha Mika
Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau und Publizistin, Frankfurt a. M.

Die Veranstaltung wurde am 3. Dezember 2019 in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur in Berlin aufgezeichnet.