01.09.1939, Berlin: Führer und Reichskanzler Adolf Hitler begründet in seiner Rede vor dem Reichstag in Berlin am 1. September 1939 den Angriff auf Polen. Hitler, in Soldatenuniform, vermeidet das Wort Krieg und erklärt, dass die Wehrmacht auf polnische Aggression hin zurückgeschossen hätte (Bild: dpa)
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- Es begann mit einer Lüge

Mit dem angeblichen Überfall polnischer Uniformierter auf den Rundfunksender Gleiwitz begann am 1. September vor 80 Jahren der Zweite Weltkrieg, der am Ende 60 Millionen Menschen das Leben kosten sollte. Hitlerdeutschland nahm den fingierten Überfall zum Anlass, Polen anzugreifen und binnen weniger Wochen zu besetzen. Mitte des Monats rückten von Osten her sowjetische Truppen in Polen ein, wie es Hitler und Stalin in einem kurz zuvor geschlossenen Vertrag vereinbart hatten. Damit war der polnische Staat, der erst gut zwanzig Jahre vorher wieder entstanden war, erneut ausgelöscht.

Was genau ist vor 80 Jahren passiert? Welche Rolle hat Polen im Zweiten Weltkrieg gespielt? Und wie werden die Ereignisse heute bewertet?

Darüber diskutiert Dietmar Ringel mit:

Prof. Dr. Stefan Lehnstaedt, Professor für Holocaust-Studien und jüdische Studien am Touro College Berlin

Dr. Robert Zurek, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung

Thomas Kycia, Journalist und Buchautor, Redakteur beim öffentlich-rechtlichen Radioprogramm Cosmo

Jessica Chmura, ARD-Hörfunkkorrespondentin Warschau

Diskussionsrunde (v.l.n.r.): Robert Zurek, Stefan Lehnstaedt, Thomas Kycia und Dietmar Ringel (Bild: Begzada Kilian/rbb)
Bild: Begzada Kilian/rbb

Die Sendung ist eine Wiederholung vom 1. September 2019.