Podium des Forums "Enteignen statt Bauen?" mit Rouzbeh Taheri, Katrin Lompscher, Ute Holzhey, Jörn von der Lieth, Lars Wittan (Bild: Nils Hasenau/Studio 23)
Nils Hasenau/Studio 23
Bild: Nils Hasenau/Studio 23

- Enteignen statt Bauen?

Obwohl in Berlin so viel gebaut wird wie seit den 90er Jahren nicht mehr, fehlen immer noch zu viele Wohnungen. Ob Enteignungen helfen können, diese Schieflage zu beheben, mit welchen Folgen die Stadt dabei zu rechnen hat und welche Alternativen es gibt, darüber diskutiert Moderatorin Ute Holzhey mit Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher und weiteren Gästen.

Berlin wächst – aber es wird nach wie vor viel zu wenig gebaut. Schätzungen zufolge fehlen deshalb mittlerweile rund 100.000 Wohnungen. Entsprechend steigen auch die Mieten. Vor diesem Hintergrund werden in Berlin Stimmen laut, die nach Enteignung größerer Vermieter rufen. Die Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" möchte private Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen in Berlin sozialisieren. Betroffen wären nach offiziellen Angaben bei zehn Unternehmen mehr als 240.000 Wohnungen. Kostenpunkt nach Schätzungen des Senats: bis zu 36 Milliarden Euro.

Welche Folgen hätte eine Enteignung für Berlin? Wäre sie juristisch umsetzbar, wäre sie finanzierbar? Und wäre sie überhaupt eine Lösung für die Probleme am angespannten Berliner Wohnungsmarkt? Was ist mit dem Neubau? Welche Alternativen gibt es sonst noch?

Auf dem Podium diskutierten mit Ute Holzhey:

Rouzbeh Taheri
, Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen"

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Berlin

Jörn von der Lieth, Geschäftsführer Hilfswerksiedlung GmbH Evangelisches Wohnungsunternehmen in Berlin

Lars Wittan, Chief Operating Officer (COO), Deutsche Wohnen SE

Weitere Informationen

Initiative Deutsche Wohnen enteignen  

Deutsche Wohnen, 5.4.2019: "Enteignen hilft keinem Mieter"

rbb 24, 11.5.2019: Berliner Linke fordern "zivile Rebellion" in Wohnungspolitik

 

 

Die Veranstaltung von BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen
e. V. und Inforadio fand am 20. Mai um 18:00 Uhr im H4 Hotel Alexanderplatz, Karl-Liebknecht-Straße 32, 10178 Berlin statt.