04.05.2019, Venezuela, Cojedes: Nicolas Maduro, Präsident von Venezuela, mit Truppen in einem militärischen Ausbildungszentrum im Bundesstaat Cojedes über einen ungepflasterten Weg (Bild: dpa/Miraflores Press Office)
dpa/Miraflores Press Office
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- Machtkampf in Venezuela: die Krise und ihre Folgen

Nach außen hin ist es ein gnadenloser Machtkampf zwischen Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó. Doch im Kern geht es um die Frage: Kann der Chavismus, das venezolanische Sozialismusmodell, überleben? Wer trägt die Schuld an der Misere in Venezuela? Ist ein Bürgerkrieg noch abzuwenden? Und welche Folgen kann der Konflikt für die gesamte Region haben?

Durch eine verfehlte Wirtschaftspolitik ist Venezuela, das erdölreichste Land der Welt, in eine existentielle Krise geraten. Millionen Menschen haben es bereits verlassen. Denen, die geblieben sind, fehlt es mittlerweile an fast allem – selbst Wasser und Strom sind knapp geworden. Das Land ist extrem gespalten, alle bisherigen Vermittlungsversuche sind gescheitert. Gleichzeitig geraten Verbündete wie Kuba und Nicaragua unter enormen Druck. Der Sicherheitsberater von US-Präsident Trump nannte sie eine "Troika der Tyrannei" und rief dazu auf, sie zu "zerbröckeln".
Venezuela gerät immer stärker in den Blickpunkt ausländischer Mächte. Während Maduro Russland und China um Hilfe ersucht, stellen sich die USA und viele weitere Staaten, darunter Deutschland, hinter Guaidó. Wie konnte es so weit kommen konnte, diskutiert Moderator Dietmar Ringel mit folgenden Gästen:

Yasmin Fahimi, MdB, SPD, Sprecherin Gesprächskreis Lateinamerika und Karibik

Dr. Claudia Zilla, Lateinamerika-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik

Claudia Méndez, aus Venezuela stammende Politikwissenschaft-Studentin am Otto-Suhr-Institut

Raul Zelik, Schriftsteller, Übersetzer und Politikwissenschaftler

Die Veranstaltung des Lateinamerika-Forums Berlin e. V. und Inforadio (rbb) fand am 6. Mai 2019 beim RBB, Kleiner Sendesaal, Masurenallee 8 -14, in Berlin statt.