ARCHIV, 4.11.1989: Demonstration für freie Wahlen auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin (Bild: imago/Sven Simon)
imago/Sven Simon
Bild: imago/Sven Simon

- 1989/90 ...und die Welt war anders

Es waren Wochen, in denen sich Historisches im Minutentakt zu ereignen schien. Zementierte Ordnungen im Nachkriegseuropa zerbröselten, persönliche Lebensentwürfe wie transnationale Bündnisse mussten neu gefunden werden. Was lehrt uns der Blick auf diese Zeit dreißig Jahre später? Darüber diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen.

Mit den Jahren 1989/90 verbindet sich eine historische Zäsur - mit nachhaltigen Wirkungen für Deutschland und die Welt. 30 Jahre später gilt es, an die historischen Ereignisse, ihre Ursachen und Nachwirkungen zu erinnern und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren. Woher kommt die Sehnsucht nach alten oder neuen Autoritäten? Welche eingefrorenen Konflikte kehrten wieder? Welche Deutungsmuster gibt es für die revolutionären Veränderungen in den unterschiedlichen Staaten? Inwiefern lassen sich globale Wechselwirkungen in den Blick nehmen? Was ist von 1989/90 geblieben? Und wie erinnern wir daran?

"1989–2019: Die Revolutionen in der DDR und in Ostmitteleuropa - globale Entwicklungen und Perspektiven", so lautete der Titel einer zweitägigen Konferenz, mit der die Auf- und Umbrüche in ihren globalen Wirkungen verortet werden sollen. Am Eröffnungstag gingen zunächst zwei Impulsvorträge genauer auf die Zäsur vor dreißig Jahren ein. Dann wurde danach gefragt, wie die Revolutionen die internationale Ordnung dauerhaft verändert hatten. Mit Moderator Harald Asel diskutieren folgende Gäste auf dem Podium:  

Podium mit Prof. Dr. Klaus Gestwa, Dr. Angela Siebold, Harald Asel, Prof. em. Dr. Gabriella Schubert und Dr. Manfred Sapper (Bild: Deutsche Gesellschaft e.V.)
Bild: Deutsche Gesellschaft e.V.

Prof. Dr. Klaus Gestwa, Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde der Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Dr. Angela Siebold, Historisches Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. em. Dr. Gabriella Schubert, Präsidium der Südosteuropa-Gesellschaft e. V., Berlin

Dr. Manfred Sapper, Chefredakteur der Zeitschrift Osteuropa, Berlin

 

Die Veranstaltung vom Berliner Beauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, der Deutsche Gesellschaft e. V. und Inforadio fand in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund in Berlin am 19. März statt.