"Menschenrechte statt rechte Menschen"
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- Menschenrechte auf dem Rückzug?

Derzeit wird es weltweit immer gefährlicher, sich für den Erhalt der Menschenrechte zu engagieren. Auch bei uns werden Bürger angefeindet und bedroht, die für andere eintreten. Was Politik und Zivilgesellschaft dagegen tun können, diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen im Inforadio-Forum.  

In vielen Ländern erstarken politische Strömungen, die demokratische Verfahren und rechtsstaatliche Institutionen aushebeln wollen, die Pressefreiheit einschränken oder die Unabhängigkeit der Justiz infrage stellen. Der Handlungsspielraum für die Zivilgesellschaft wird eingeschränkt,  durch Gesetze, Fehlinformationen und Einschüchterungen über (soziale) Medien.

Aber auch hierzulande verroht der öffentliche Diskurs. Politiker*innen und Menschen, die sich für die eigenen Rechte und die anderer einsetzen, werden angegriffen – verbal und physisch.

Wie lassen sich politische und (zivil-)gesellschaftliche Handlungsräume bewahren? Was müssen Politik und Gesellschaft zum Schutz der Menschenrechte tun? Wie kann in einer offenen Gesellschaft kontrovers diskutiert werden, ohne Menschen zu diffamieren? Wer setzt die Grenzen? Und wie können aus den Erfahrungen der Vergangenheit Maßstäbe für die Gegenwart gewonnen werden? Darüber diskutiert Harald Asel mit folgenden Gästen:

Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen

Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte

Markus Nierth, Theologe, ehemaliger Bürgermeister von Tröglitz (Sachsen-Anhalt)

Florian Bublys, Lehrer und Vorsitzender der Initiative "Bildet Berlin"

Die Veranstaltung von Inforadio, dem Deutschen Institut für Menschenrechte und dem Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen fand am 11. April in der Stasi-Zentrale, Campus für Demokratie in Berlin statt.