Podium des Willy-Brandt-Gesprächs 2019 zu "Demonkratie in der Defensive" (Bild: Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung/Jens Jeske)
Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung/Jens Jeske
Bild: Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung/Jens Jeske

- Demokratie in der Defensive

Gehört den Autokratien und Diktaturen die Zukunft? Diese Frage beschäftigt derzeit viele politischen Beobachter. Was sind die Ursachen für die antiliberale Trendwende? Und wie sollten wir unsere Beziehungen mit undemokratischen Regimen gestalten? Darüber diskutiert Harald Asel mit seinen Gästen beim Willy-Brandt-Gespräch 2019.

Weltweit gibt es einen Trend zum Abbau von Demokratie sowie zur Errichtung und Verstärkung autokratischer und diktatorischer Regime. Führende Beispiele sind die Türkei, Russland und China, die auch international stark an Einfluss gewinnen. Die westliche Demokratie wird aber nicht nur von außen herausgefordert, sondern ist auch von innen bedroht. Aus freien Wahlen gehen vermehrt Populisten, Nationalisten oder gar Extremisten als Sieger hervor. Regierungen von EU-Staaten untergraben die Rechtsstaatlichkeit. Und der Präsident der USA setzt sich über Parlamentsrechte hinweg, diffamiert kritische Medien, bekämpft den Freihandel und geht mit Autokraten viel freundlicher um als mit seinen demokratischen Partnern.

Wie damit umgehen? Wie kann die Überzeugungskraft partizipativer, demokratischer Verfahren wieder gestärkt werden? Was ist zum Schutz und zur Förderung der Demokratie und der Menschenrechte zu tun, damit den Autokraten und Diktatoren nicht die Zukunft gehört? Darüber diskutiert Harald Asel mit:

Ralf Fücks, geschäftsführender Gesellschafter, Zentrum Liberale Moderne
(Link zu den 13 Thesen von Ralf Fücks auf der Seite des Zentrums Liberale Moderne)

Nadine Godehardt
, stv. Leiterin der Forschungsgruppe Asien, Stiftung Wissenschaft und Politik

Sevim Dağdelen, MdB, DIE LINKE

Rolf Mützenich, MdB und stv. Vorsitzender SPD-Bundestagsfraktion

Die Veranstaltung von der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stifung und Inforadio wurde in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin am 8. April 2019 aufgezeichnet.