Demonstranten mit Banner: Volksverräter absetzen! Remigration! Zukunft sichern! (Bild: imago/Christian Mang)
imago/Christian Mang
Bild: imago/Christian Mang

- Semantiken unseres Zeitgeistes: Die Welt als Sprache

Derzeit ist oft die Rede von der Erosion der Demokratie, die von einer Sprachlosigkeit und Beklemmung auf der einen Seite und von einer verbalen Aufrüstung auf der anderen Seite begleitet wird. Durch die Sprache bahnen sich Angst, Wut und Hass einen Weg in die Realität hinein. Die Grenzen des Sagbaren werden verwischt. Moderator Harald Asel diskutiert mit Autoren in einer Gesprächsrunde im Café Europa über diese Veränderungen.

Eine der Gesprächsrunden auf der Leipziger Buchmesse war dem Thema "Die Welt als Sprache" gewidmet. Wie verändert sich unsere Sprache im Alltag und wie kann der Verklärung und Verdrehung des Wortes entgegengewirkt werden? Haben wir ein alternatives Vokabular, das sich der Destruktion widersetzt? Welche Aufgabe fällt den Schriftsteller*innen dabei zu? Diesen Fragen widmet sich Harald Asel mit folgenden Gästen:

Marcel Beyer, Dresden. Zuletzt erschien "Das blindgeweinte Jahrhundert"

Durs Grünbein, Berlin. Neu erschien "Aus der Traum (Kartei)"

Kerstin Preiwuß, Leipzig. Zuletzt erschien "Nach Onkalo"

 

Die Veranstaltung der Leipziger Buchmesse und der Bundeszentrale für politische Bildung wurde im Café Europa auf dem Messegelände Leipzig am 22. März 2019 aufgezeichnet.