Wasserwaage im Ungleichgewicht
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Bild: imago/Christian Ohde

- Ostdeutsche an die Macht?

Auch im 30. Jahr nach dem Mauerfall sind Ostdeutsche in den Chefetagen dieses Landes die absolute Ausnahme. Der Ruf nach einer Ostquote wird derzeit lauter. Brauchen wir eine solche Quote? Und was sagt das über den Zustand der deutschen Einheit aus? Darüber diskutiert Dietmar Ringel mit Gregor Gysi und weiteren Gästen.  

Die Forderung ist nicht neu, jedoch ohne nennenswerten Erfolg: Mehr Ostdeutsche in Führungspositionen! Nun ruft die Potsdamer Bildungswissenschaftlerin Frauke Hildebrandt nach einer Ostquote für Führungskräfte, die dem Anteil der Ostdeutschen an der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik entsprechen sollte. Dafür bekommt sie sowohl Gegenwind als auch Unterstützung. Erledigt hat sich die Diskussion um einen gerechten und angemessenen Umgang mit den Biografien vieler Ostdeutscher noch lange nicht. Gerade jetzt, wo in drei ostdeutschen Bundesländern Landtagswahlen anstehen und allen etablierten Parteien teils herbe Verluste drohen.

Brauchen wir eine Ostquote? Wer ist überhaupt ein "echter Ostdeutscher"? Und was sagt die anhaltende Ost-West-Debatte über den Zustand der deutschen Einheit und die Wiedervereinigung vor fast 30 Jahren aus?

Gesprächspartner auf dem Podium:  

Gregor Gysi, DIE LINKE
Mitglied des deutschen Bundestages

Prof. Frauke Hildebrandt, SPD
Bildungswissenschaftlerin FH Potsdam

Christian Hirte, CDU
MdB und Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer

Linda Teuteberg, FDP
Mitglied des deutschen Bundestages

Das Podiumsgespräch wurde am 13.02.2019 in den Reinbeckhallen in Berlin aufgezeichnet.

 

 

Sendung

Podium v.l.n.r. Christian Alexander Scholber, Iris Pigeot, Harald Asel, Gert G. Wagner (Bild: Inforadio/Kilian)

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