Demonstrationszug von Frauen aus dem Jahr 1919 (Bild: AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung/dpa)
AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung/dpa
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- 100 Jahre Frauenwahlrecht - wo stehen wir heute?

"Politik widerspricht der natürlichen Bestimmung der Frau“. Damit wurden die Frauen eingelullt, um auf ihr elementares Menschenrecht zu verzichten. Der Kampf dagegen sollte lange dauern. Dann endlich, am 17. November 1918, nur einen Tag nach Kriegsende, hatten sie gewonnen. Die Frauen in Deutschland erhielten ihr Wahlrecht. Doch erst im Jahr 1977 erhielten die Frauen ihre vollen Rechte.

Und die Vergewaltigung in der Ehe ist erst seit 1997 unter Strafe gestellt. Dass damit die Gleichstellung noch lange nicht umgesetzt ist, zeigt sich bei der Lohn- und Rentenlücke. Frauen verdienen 21 Prozent weniger als Männer; bei der Rente erhalten sie 60 Prozent weniger.

Obwohl die Gleichstellung von Mann und Frau in Deutschland also noch nicht hergestellt ist, warnt Frauenministerin Franziska Giffey (SPD) vor politischen Kräften, die die Gleichstellung am liebsten wieder zurückdrehen wollen. Da werden Hassparolen ins Netz gestellt, engagierte Frauenrechtlerinnen und Gleichstellungsbeauftrage bedroht.

Ute Holzhey zieht im Inforadio-Forum Bilanz mit:

Chantal Louis, EMMA-Redakteurin und  Hauptautorin des Buches zum Frauenwahlrecht ("Damenwahl“).

Gesine Agena, Stellvertretende Bundesvorsitzende und Frauenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen

Prof. Dr. Miriam Beblo, Professorin für VWL an der UNI- Hamburg , insb. Arbeit, Familie, Migration, Gender

Sendung

Podium v.l.n.r. Christian Alexander Scholber, Iris Pigeot, Harald Asel, Gert G. Wagner (Bild: Inforadio/Kilian)

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