Im Vorfeld der Parlamentswahlen in Afghanistan: Wahl-Poster des Kandidaten Fida Mohammad Olfat Saleh in Kabul (Afghanistan)
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- Afghanistan - ein hoffnungsloser Fall?

Seit drei Jahren ist die Parlamentswahl in Afghanistan überfällig. Mehrmals wurde sie wegen Sicherheitsbedenken und logistischer Probleme verschoben. Nun soll die Abstimmung am 20. Oktober stattfinden. Wie ist die Lage derzeit im Land am Hindukusch, das zivile und militärische Engagement des Westens? Wie ist es um die Hoffnungen der Menschen in Afghanistan bestellt? Darüber diskutierte Dietmar Ringel mit Gästen aus Wissenschaft und Publizistik.

Erst die Terroristen ausschalten, dann den Menschen helfen, ein freies, demokratisches Afghanistan aufzubauen. Das war das erklärte Ziel der westlichen Alliierten für den Militäreinsatz in Afghanistan. In Deutschland hieß es: Unsere Freiheit wird auch am Hindukusch verteidigt!

Eineinhalb Jahrzehnte später muss allerdings eine ernüchternde Bilanz gezogen werden: Fast täglich gibt es Terroranschläge in Afghanistan, dabei sterben immer mehr Zivilisten, Warlords und Stammeskrieger beherrschen immer noch große Teile des Landes.

Warum kommt Afghanistan nicht zur Ruhe?
Hat der Westen die falsche Strategie?
Oder ist Afghanistan einfach nicht regierbar?

Auf der Flucht vor Krieg und Elend haben viele Afghanen ihr Land verlassen, mehr als eine Viertel Million von ihnen haben in Deutschland Zuflucht gefunden. Nun aber werden auch Flüchtlinge nach Afghanistan zurückgeschickt – in angeblich sichere Gegenden.

Wie passt das zur akuten Bedrohungslage in dem Land?
Bekommt Deutschland nun auch auf diese Weise die Ergebnisse einer verfehlten Afghanistanstrategie zu spüren?

Sendung

Podium v.l.n.r. Christian Alexander Scholber, Iris Pigeot, Harald Asel, Gert G. Wagner (Bild: Inforadio/Kilian)

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