Symbolbild: Zwei Männer auf einem Globus geben sich die Hand, imago/blickwinkel
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- Das Ende der Welt, wie wir sie kannten?

Weltpolitik unberechenbar? Eliten ratlos? Bürger undurchschaubar? Starke Männer werfen vertraute Bündnisse um, die liberale Demokratie scheint in der Defensive. Und das Vertrauen in traditionelle Politik und Medien schwindet. Oder ist die Lage doch besser als die Stimmung? Über diese Fragen sprach Harald Asel in der Hertie School of Governance in einer öffentlichen Veranstaltung mit deren neuem Präsidenten Henrik Enderlein und dem Publikum.

Viele reiben sich die Augen: Drei Jahrzehnte nach dem Ende des ideologischen Ost-West-Gegensatzes scheint die Friedensdividende aufgebraucht. Es werden internationale Bündnisse in Frage gestellt, die Europäische Union steht vor einer unklaren Zukunft, populistische Politikangebote erzielen auch in Deutschland Wahlerfolge.

Was passiert da gerade? Haben politische und gesellschaftliche Eliten in den letzten Jahren wichtige Entwicklungen übersehen und sich Illusionen hingegeben? Sind die kritischen Anfragen an den gesellschaftlichen Konsens wirklich nur unvernünftig oder steckt in ihnen auch eine richtige Problembeschreibung? Welche Gestaltungsspielräume gibt es überhaupt - in den internationalen Beziehungen wie auf kommunaler Ebene? Und welche Bedeutung hat eine solche Lage für die Arbeit an einer Hochschule, an der Menschen aus vielen Teilen der Welt lernen wollen, was "good governance" ist.

Sendung

Podium v.l.n.r. Christian Alexander Scholber, Iris Pigeot, Harald Asel, Gert G. Wagner (Bild: Inforadio/Kilian)

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