Gebirgslandschaft im Kaukasus (Russland)
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- Am Rande Europas: Was wird aus den Staaten des Südkaukasus?

"Georgia – Made by Characters" – unter diesem Motto präsentiert sich Georgien auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Über Georgien wie über den gesamten Kaukasus ist in Deutschland nicht sehr viel bekannt, einzig die ständig aufflammenden Konflikte rücken die Region immer wieder in den Fokus. Wie groß sind die Spannungen wirklich, und wie ergeht es der Bevölkerung? Darüber diskutierte Dietmar Ringel mit einem Journalisten und Experten aus der Wissenschaft.

Ist das noch Europa – oder schon Asien? Für viele West- und Mitteleuropäer sind Georgien, Armenien und Aserbaidschan Bücher mit sieben Siegeln. Man weiß um die gemeinsame Sowjetvergangenheit der drei Länder, hat vielleicht den einen oder anderen Reisebericht mit faszinierenden Berglandschaften gesehen – und sonst? Sonst scheint die Region vor allem von Konflikten gezeichnet zu sein: Zwischen Russland und Georgien, Armenien und Aserbaidschan, Armenien und der Türkei.

Die Frankfurter Buchmesse hat in diesem Jahr Georgien als Ehrengast eingeladen. Es ist das Land der Region, das den deutlichsten Kurs Richtung Westen eingeschlagen hat. Es wird von der NATO umworben und macht sich Hoffnung auf eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Gleichzeitig kommen Warnungen aus Moskau, die Konflikte um die abtrünnigen georgischen Gebiete Abchasien und Südossetien würden dadurch weiter verschärft.

Wie groß sind die Spannungen im Südkaukasus? Wer verfolgt dabei welche Interessen? Und was bedeutet das für die Menschen, die dort leben?

Über diese Fragen diskutierte Dietmar Ringel mit seinen Gästen:

Tsyplama Darieva
Kaukasusexpertin ZOiS

Mirko Schwanitz
Journalist und Autor

Edita Badasyan
Studentin und Journalistin aus Georgien

Uwe Halbach
Stiftung Wissenschaft und Politik

Aufzeichnung einer öffentlichen Podiumsdiskussion vom 26. September im Zentrum für Osteuropa- und Internationale Studien (ZOiS)

Sendung

Podium v.l.n.r. Christian Alexander Scholber, Iris Pigeot, Harald Asel, Gert G. Wagner (Bild: Inforadio/Kilian)

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