Szene aus "Skyrim VR"
Bethesda
Bild: Bethesda

- Neue Spiele: Skyrim VR und Skyrim Switch

Auf einer Menge Wunschzetteln werden wieder Video- und Computerspiele stehen. Und es würde nicht verwundern, wenn auch das Wort "Skyrim" öfters auftauchen würde. Warum dieses Spiel, das eigentlich schon sechs Jahre alt ist, ein erstaunliches Revival erlebt, weiß Inforadio-Spieleexperte Christoph Parker.

"Skyrim": Da geht vielen Spielern sofort das Herz auf. Als dieser fünfte Teil der Fantasy-Saga "The Elder Scrolls" im Jahr 2011 erschien, stellte er wirklich alles in den Schatten, was es bis dahin in punkto Rollenspiel gegeben hatte: Es war größer, sah besser aus und schaffte es, wie kein anderes Spiel, den Spieler in sich aufzusaugen und ihn die Außenwelt vergessen zu lassen. Eine Spielwelt von solch enormer Weite, bis zum Rand gefüllt mit Dingen, die man sehen, tun und erleben konnte. Mehrere Hundert Stunden Spielzeit waren locker drin. Der Regen an Preisen und Auszeichnungen war mehr als gerechtfertigt. Nun, also sechs Jahre später, kommt "Skyrim" zurück – in zwei sehr bemerkenswerten Versionen.

Szene aus "Skyrim" für Nintendo Switch
Bild: Nintendo/Bethesda

Funktioniert "groß" und "klein"

Da wäre zum einen die für die Nintendo-Switch, die Konsole also, die sowohl stationär mit einem Fernseher, als auch mobil mit kleinem Bildschirm genutzt werden kann. Hier stellte sich die Frage: Passt die gigantisch große Welt von Skyrim tatsächlich auf ein Gerät zum Herumtragen? Machen die Streifzüge durch diese unendlichen Weiten an der Bushaltestelle und in der Bahn genauso viel Spaß wie auf dem heimischen Sofa? Absolut! Natürlich wurde die Grafikleistung ein wenig runtergefahren, was aber auf dem kleinen Bildschirm nicht weiter auffällt. Die Spielbarkeit ist wirklich erstaunlich gut für ein Mobilgerät. Das Kampfsystem war schon damals ein wenig klobig und ist es natürlich heute erst recht. Aber auch das ist zu verkraften. Denn der Bonus, immer und überall mal schnell die Switch auszupacken und eine Weile in "Himmelsrand" abzutauchen, ist wirklich unbezahlbar.

"Skyrim VR" zieht den Spieler noch tiefer ins Spiel hinein

Und auch die zweite neue Version von "Skyrim" hat es in sich: "Skyrim VR" für die Playstation macht das schier Unmögliche möglich und zieht den Spieler noch tiefer ins Spiel hinein, als es das Original ohnehin schon getan hat – dank Virtual Reality. Und tatsächlich: Tiefer drin geht fast nicht. Auch hier drängt sich die Frage nach dem Umfang auf: Kann ein solches Spiel – noch mal, wir sprechen hier von mehreren Hundert Stunden Spielzeit! – in VR funktionieren? Und auch hier lautet die Antwort: Absolut! Man braucht eben nur ein bisschen länger. 

Szene aus "Skyrim VR"

Selbstverständlich müssen hier grafisch noch stärkere Abstriche in Kauf genommen werden als auf der Switch. Aber wenn man einem gigantischen Drachen gegenüber steht, dann ist es einem relativ egal, wie feinpixelig die Berge drei Kilometer weiter aussehen.Einen weiteren Beitrag zum enormen wie-echt-fühlt-sich-das-denn Effekt liefert die Steuerung mit Move-Controllern. Will man nicht, dass einem das wandelnde Skelett mit seinem Schwert eins überbrät, hebt man lieber den Schild – also den linken Arm. Um dem Knochenkumpel dann selbst mit dem rechten Arm – also dem Schwert – einen mitzugeben. Die Bewegung des eigenen Körpers macht wirklich enorm viel Spaß und lediglich die dann doch auf Dauer etwas schwere VR-Brille sorgt dafür, dass man alle paar Stunden mal ein Päuschen einlegt. Immer wieder die Reise wert, auch in VR oder auf der Nintendo Switch: "The Elder Scrolls 5: Skyrim".

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Der digitale Mensch (Bild: imago/Jochen Tack)

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