Symbolbild Digitalisierung im Handwerk (Bild: COLOURBOX)
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- Ausbildung im Zeitalter der Digitalisierung

Ob Handel oder Handwerk: Wer heute eine Ausbildung absolviert, lernt nicht nur, wie er Produkte verkauft oder Geräte repariert, sondern muss sich auch digitale Kompetenzen aneignen. Doch wie ist der Nachwuchs auf die Digitalisierung vorbereitet? Wie fit sind die Azubis von heute für die Aufgaben von morgen? Um diese Fragen geht es in der Wirtschaftsdoku von Franziska Ritter.  

Die Digitalisierung verändert den Handel wie kaum eine andere Branche: Kleidung, Bücher, Elektronikgeräte – bestellt wird inzwischen fast alles übers Netz - auch Lebensmittel. Auf einen Onlineauftritt mit Webshop kann jedenfalls kaum ein Handelsunternehmen verzichten.  

Digitale Kaufleute

Um Auszubildende fit für den digitalen Handel zu machen, gibt es seit Sommer bundesweit eine neue Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau für E-Commerce. Der Nachwuchs soll hier unter anderem lernen, welche Vertriebskanäle es im Internet gibt, wie man darüber mit Kunden kommuniziert und wie erfolgreiches Onlinemarketing funktioniert.

Dass Fachkräfte, die im E-Commerce arbeiten, digitale Fähigkeiten brauchen, liegt auf der Hand. Doch wie sieht es in anderen Branchen aus, die auf den ersten Blick weniger mit dem Internet zu tun haben? Was muss ein Handwerker schon von Digitalisierung verstehen?

Rohrzange allein genüg nicht

In der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik kommen die Lehrlinge im Laufe ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung regelmäßig in das Ausbildungszentrum der SHK-Innung in Berlin-Pankow. Für die Instandsetzung von Heizungstechnik brauchte man früher eine Rohrzange, heute sind noch weit andere Fingerfertigkeiten in dem Beruf gefragt: Über Software wird die gesamte Heizungstechnik gesteuert. In Berlin hat es sich herumgesprochen, wie attraktiv die Lehre zum Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung, Klima ist. Sie gehört inzwischen zu den beliebtesten Ausbildungsberufen der Stadt.

Lernen für die Zukunft

Die Innung bietet Weiterbildungen zu einzelnen Themen an, schneidert Seminare direkt auf den Bedarf der Handwerksbetriebe zu. Sie schleust pro Jahr über 1.000 Azubis durch ihr Schulungszentrum. In den vergangenen vier Jahren wurde das Haus zu einem Kompetenzzentrum für energieeffiziente Haustechnik umgebaut. Auf mehr als 4.000 Quadratmetern lernt der Nachwuchs, was er für die Zukunft braucht - in Werkstätten, Seminarräumen und einem Computerkabinett. Die Innung ist technisch auf dem aktuellen Stand, nutzt topmoderne Geräte - die von der Industrie gesponsert sind.

 

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Zentrale Deutsche Börse (Bild: dpa)
dpa

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