Seafood Chraime im Restaurant "Layla" © David Sonntag/Layla
David Sonntag/Layla
Bild: David Sonntag/Layla

- Die kulinarischen Wurzeln - die eigene Handschrift

In einer weiteren "Aufgegabelt"-Ausgabe begrüßt Reiner Veit zur neuen israelischen Küche. Nach einem Besuch im Restaurant "Bar Shuka" in Frankfurt ist er diesmal im kürzlich in Berlin-Kreuzberg eröffneten Restaurant "Layla" und spricht mit dem weitgereisten Küchenchef Meir Adoni über seine Interpretation der Levante-Küche mit all ihren diversen Einflüssen und über den Standort Berlin. Außerdem schaut er auf die uckermärkische Fischräucherei "Glut und Späne" und hat einen Tipp für den zweiten Advent.

Starkoch Meir Adoni vom Restaurant "Layla"© 2018 Pepper/Layla
Meir Adoni, Küchenchef im Restaurant "Layla" Bild: Pepper/Layla

"Es ist mir eine große Ehre hier in Berlin mein Restaurant eröffnet zu haben. Ich hatte ja einige Angebote in anderen Städten was aufzumachen. Aber als dann die Anfrage aus Berlin kam, war es keine Frage, was ich mache. Berlin ist eine tolle Stadt, perfekt für ein Restaurant, das eine lockere Atmosphäre hat und tolles Essen. Und kosmopolitisch wie die Stadt ist. Das 'Layla' ist kein Restaurant, wie ich es in London oder Paris aufmachen würde. Ich weiß, Berlin ist keine reiche Stadt, in Frankfurt oder Hamburg gibt es viel mehr Geld. Aber hier in Berlin sind die Künstler, die Kreativen - jung und aufgeschlossen. Für die will ich kochen", sagt Meir Adoni und trifft mit seinen Gerichten offenbar genau den Nerv. Das 'Layla' ist seit dem ersten Tag bestens besucht. Das Publikum ist bunt gemischt und jeden Alters. Trubelig geht es zu und freundlich und lecker. 

Layla
Bild: David Sonntag

Bei der kulinarischen Mischung auf den Tellern greift Meir Adoni gerne auf die traditionellen Gerichte auf Basics und Grundzutaten zurück. "Meine Mutter kommt aus Marokko, wir leben seit langem in Israel, da kommt vieles zusammen. Unsere Einflüsse in der Küche stammen aus dem Libanon, Ägypten, Syrien und Jordanien. Die Zutaten aber auch die Kochkultur der Länder beeinflussen mich. Ich nehme all das zusammen, und natürlich meine jüdischen Wurzeln und mische munter durcheinander, modernisiere Gerichte. All diese Inspirationen, die verarbeite ich auf meine Art."  

Lachs der Fischräucherei "Glut und Späne"

Lachs aus Schottland wird auch in der Uckermark verfeinert und geräuchert. Seit zwei Jahren lebt und arbeitet Michael Wickert in Gerswalde in der Uckermark und betreibt dort im Schlossgarten seine Fischräucherei "Glut und Späne". In der kalten Jahreszeit ist Kalträuchern angesagt, vor allem von schottischem Lachs. Und Lachs ist an Weihnachten und Silvester ja auch besonders nachgefragt. Von Fischereiwissenschaftler und Räuchermeister Michael Wickert lässt sich Reiner Veit den Unterschied zwischen kalt und heißräuchern erklären und fragt, wo er sich den Lachs in Berlin besorgen kann.

Tipp für den zweiten Advent

Wenn man die üblichen Weihnachtsmärkte gerne meiden, aber dennoch nach ein paar leckeren Ideen sucht, dann empfiehlt Reiner Veit den kleinen Adventsmarkt in der Charlottenburger Weinhandlung "Vinum". Dort präsentieren kleine Manufakturen ihre Produkte rund ums Essen und Trinken.  

Sendung

Gedeckter Tisch mit Wein mitten im Weinberg

Aufgegabelt

Reiner Veit blickt in die Kochtöpfe der Küchenchefs. Die Sendung für alle, die möglichst viel erfahren wollen über Essen, Trinken und die hohe Kunst des Kochens.