Champagner Gläser © imago/Wolfgang Zwanzger
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- Edel und spritzig: Zum Tag des Champagners

In dieser Ausgabe "Aufgegabelt" dreht sich alles um den Champagner. Anlass ist der Internationale Tag des Champagners am heutigen 4. August. Ins Leben gerufen haben diesen Tag Champagnerproduzenten - Häuser wie Billecart-Salmon, Krug, Pol Roger, Ruinard, de Venoge oder Jacquesson -, die überwiegend in Reims, Epernay oder Ay in der Champagne zuhause sind. Etwa 330 Millionen Flaschen Champagner werden jährlich abgefüllt, weltweit exportiert und getrunken.

Beim Anbau im Weinberg fängt die Qualität an

Mit Michael Pleitgen von der Weinakademie Berlin hat sich Reiner Veit über die Welt des Champagners unterhalten. So ist das Anbaugebiet für die Trauben, deren Schaumwein sich dann Champagner nennen darf, genau festgelegt, und nur die Trauben von dort dürfen für Champagner verwendet werden. Die Qualität des Champagners ist im Wesentlichen definiert durch seine Weinberge, von denen er kommt. Ein zweites Qualitätsmerkmal entsteht im Keller, bei der ersten und zweiten Gährung - einem aufwändigen Verfahren, das sehr lange dauert. Am Ende ist der Faktor Zeit bei der Lagerung wichtig: Der Wein ist in der Flasche in Kontakt mit der Hefe. Je länger dieser Kontakt dauert, desto intensiver entfalten sich die Aromen, und desto intensiver verbinden sich Kohlensäure und Flüssigkeit.

Champagne de Venoge

Die großen Champagnerhäuser sind hinlänglich bekannt. Aber die wahren Entdeckungen sind bei den kleinen Herstellern zu machen, beim großen Publikum eher unbekannte Namen - wie das Champagnerhaus de Venoge aus Épernay. Reiner Veit fragte den Repräsentanten für den deutsch-sprachigen Raum, Julien Martin, nach Charakter und Besonderheiten ihrer Champagner.

Das sei beispielsweise die Tatsache, dass nur die erste Pressung verwendet werde, so Julien, die beste Qualität also. 700 000 Flaschen werden im Jahr produziert. Das sei nicht so viel, aber de Venoge ist dennoch ein gutes Haus. Die Trauben für den Champagner werden dabei zu 80 Prozent gekauft, 20 Prozent stammen von den eigenen Weinbergen. Die Trauben müssen dabei allesamt aus der Champagne stammen, dürfen aus keiner anderen Region kommen: "Das ist total verboten", so Julien. De Venoge bietet 11 Sorten plus einen Rotwein an, eine Spezialität. Und wie alt ist der älteste Jahrgang? Der ist von 1927, diese Flaschen gingen aber nicht in den Verkauf, so Julien Martin vom Haus de Venoge. 

Sendung

Gedeckter Tisch mit Wein mitten im Weinberg

Aufgegabelt

Reiner Veit blickt in die Kochtöpfe der Küchenchefs. Die Sendung für alle, die möglichst viel erfahren wollen über Essen, Trinken und die hohe Kunst des Kochens.