Fünf Küchenchef-Mützen mit Sternen
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- Köche - mit Preisen gesegnet

Ideen, Inspirationen, Preise und Auszeichnungen - darum geht es in dieser Ausgabe "Aufgegabelt". Reiner Veit spricht mit den beiden besternten Berliner Küchenchefs Arne Anker vom "Pauly Saal" und Sebastian Frank vom "Horvath".

Seit vergangener Woche könnte sich der mit zwei Michelin-Sternen und vielen weiteren Preisen und Ehrungen ausgezeichnete Sebastian Frank auch noch "Bester Koch Europas" nennen, denn mit diesem Titel wurde Frank auf der hochkarätigen Internationalen Gastronomiemesse Madrid-Fusion ausgezeichnet.

Bester Koch Europas

Mit Sebastian Frank sprach Reiner Veit über seine "Essenz des Lebens", den Frankschen Küchenstil und seine Veränderungen und die Madrid Fusión:

Für den internationalen Gastronomie-Gipfel Madrid Fusión - eine Plattform, wo sich internationale Küchenchefs präsentieren und ihre Philosophien und Techniken vorstellen können - hatte sich Frank das Thema "Die Essenz des Lebens" gewählt. Das sind für ihn Orte in Österreich, die für ihn emotional wichtig sind, erklärt er im Gespräch mit Reiner Veit. Jedem dieser Orte hatte er ein Produkt zugeschrieben, aus dem er eine Essenz - eine sehr konzentrierte Flüssigkeit - gewonnen hatte.

Die Auszeichnung "Bester Koch Europas" stand schon vor der Veranstaltung "Madrid Fusión" fest, denn deren Macher reisen dafür durch ganz Europa und schauen sich Köche und ihre Restaurants an. Obwohl sich der Sternekoch die Auszeichnung sehr geehrt fühlt, hat er ein sehr reflektiertes Verhältnis dazu, weil sie gar nicht die absolute Aussagekraft haben könne, die der Titel suggeriert, so Frank.

Sellerie-Zubereitung im Horváth

Sein derzeitiger Küchenstil im Horvàth zeige einerseits viel Experimentierfreude, gleichzeitig aber auch die Besinnung auf das Klassische. Er bemerke, dass mit zunehmender Berufserfahrung der Wohlgeschmack der kulinarischen Komposition für ihn immer mehr in den Vordergrund rücke und die deswegen auch klassischer daherkommt, so Frank.

Koch des Jahres des Gourmetführeres "Gusto"

Auch Arne Anker vom Pauly Saal in der Auguststraße 11-13 in Berlin Mitte wurde mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Den Titel "Koch des Jahres" verlieh ihm nun der kulinarische Reiseführer "Gusto", der aus anderen führenden Restaurant- und Gourmetführern nach einem bestimmten Schlüssel jene Köche und Köchinnen mit den höchsten Bewertungen errechnet und damit auch den Koch des Jahres. Für ihn war es ein erfreulicher Ritterschlag am Ende des Jahres, erzählt Arne Anker ilm Gespräch mit Reiner Veit.

Anker hat eine große Vorliebe für saisonales Gemüse - beispielsweise ein Blumenkohl mit einer Cranberry-Vinaigrette, Steckrübe mit Hühnchen oder ein Topinambur mit Bacalhau und Pumpernickel. Fisch und Fleisch sind für ihn eine "nette" Begleitung, jedoch austauschbar.

Arne Anker auf den Teller geschaut

In der Urlaubszeit des Pauly Saals schmiedet Anker dann neue Pläne für die kommende Saison und probiert seine Ideen zuhause aus. Inspirationen findet er überall - und ist nicht auf zahlreiche Restaurantbesuche bei Kollegen angewiesen. Seine Karte ändert der hoch prämierte Koch nie komplett, weil er so die höchste Konzentration auf die Ausarbeitung neuer Gerichte verwenden kann.

Sendung

Gedeckter Tisch mit Wein mitten im Weinberg

Aufgegabelt

Reiner Veit blickt in die Kochtöpfe der Küchenchefs. Die Sendung für alle, die möglichst viel erfahren wollen über Essen, Trinken und die hohe Kunst des Kochens.