Alba August als junge Astrid in einer Szene des Films "Astrid" © DCM/Erik Molberg Hansen
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Bild: DCM/Erik Molberg Hansen

- Astrid Lindgren: Erste große Kinorolle für Alba August

Alexander Soyez stellt in dieser Ausgabe "Abgedreht" die schwedische Schauspielerin Alba August vor, die sich durch die Netflix Serie "Rain" und jetzt durch "Astrid", die Hommage an Astrid Lindgren, in die vorderste Reihe gespielt hat. Er würdigt die Filmkomponistin Dascha Dauenhauer, die gleich zwei Mal beim Deutschen Filmmusikpreis 2018 ausgezeichnet wurde und wirft einen Blick auf die Neustarts der Woche.

Die wichtigsten Filmstarts dieser Woche: "Under the Silver Lake“, ein Thriller irgendwo zwischen Slacker-Komödie, Neo-Noir und modernem Märchen, "Climax", ein meisterlich choreografierter übler Tripp aus der Nacht, "Widows", über ein paar Witwen, die den unvollendeten Raubüberfall ihrer verstorbenen Männer übernehmen, "Roma", das meisterliche Schwarz-Weiß-Drama von Regisseur Alfonso Cuarón über das Fronleichnam Massaker in Mexiko Stadt Anfang der 70er Jahre und "Astrid", eine unaufgeregte Hommage an die große Astrid Lindgren.

Alba August © dpa/Britta Pedersen
Die Schauspielerin Alba August auf einer Pressekonferenz der Berlinale 2018 Bild: dpa/Britta Pedersen

Kino Gespräch mit Alba August

In "Astrid" geht es nicht um die Astrid Lindgren, die wir alle kennen, sondern um das Mädchen, um die junge Frau die zur Pippi-Langstrumpf und Kinder-von-Büllerbü-Erfinderin wurde. Alba August spielt diese mutige junge Astrid mit einer wundervollen Unbefangenheit und großer Natürlichkeit. Unverkrampft lässt sie einen von ihrem ersten Auftritt an den Astrid Lindgren Mythos vergessen trotz des eindeutigen Titels und trotz der zumindest in Europa allgegenwärtigen Bilder und Geschichten, die man im Kopf hat, wenn man den Namen Astrid Lindgren hört. Ein Weg, den sie als Schauspielerin genauso nehmen musste - Alexander Soyez spricht mit der schwedischen Newcomerin.

Preise für Filmkomponistin Dascha Dauenhauer

Dascha Dauenhauer ist das, was man ein "Wunderkind" nennt. 1989 in Moskau geboren, kam sie mit sieben Jahren nach Deutschland, wo sie ihre musikalische Karriere begann. Als sie 15 Jahre alt war, wurde in der Berliner Philharmonie erstmals ein Stück von ihr aufgeführt. Im Oktober wurde Dascha Dauenhauer gleich zwei Mal beim Filmmusik-Preis ausgezeichnet. Christine Deggau hat sie getroffen.

"Roma" im Kino und bei Netflix

"Roma", die Kindheitserinnerung des mexikanischen Regisseurs Alfonso Cuarón, ist für viele der beste und ungewöhnlichste Film des Jahres. Er wurde bei den Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet und gilt als Favorit für den Oscar. Ein Film, der seine Bilderpracht erst auf der großen Leinwand richtig entfalten kann. In wenigen Kinos ist er jetzt nur für ein paar Tage zu sehen, bevor er ab dem 14. Dezember nur noch bei Netflix läuft.

Sendung

Studenten sitzen am 17.10.2011 in einem großen Kinosaal (Foto: dpa)
dpa

Abgedreht

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