Schönhauser Allee, 1984 (Ausschnitt)
Bild: Landesarchiv Berlin

Ausstellung im Museum Ephraim-Palais - Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt

Knapp 30 Jahre nach dem Fall der Mauer steht das alte Ost-Berlin im Zentrum einer Ausstellung. Wie war das Leben in der Hauptstadt der DDR zwischen den späten 60er Jahren bis zur Wende? Fotos, Filme, Führungen und Lesungen erwarten interessierte Besucher vom 11. Mai bis 09. November 2019 im Ephraim-Palais.

In keiner anderen Stadt wurde die Teilung in Ost und West so spürbar wie in Berlin, durch keine andere Stadt verlief so sichtbar der Eiserne Vorhang. Auf der einen Seite West-Berlin unter britischer, französischer und amerikanischer Besatzung. Auf der anderen Seite - im sowjetischen Sektor - Ost-Berlin, seit Gründung der DDR auch Hauptstadt.

Die Ausstellung "Ost-Berlin. Die halbe Hauptstadt" befasst sich vorranging mit den drei Jahrzehnten vor dem Mauerfall. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das urbane Leben und der städtische Alltag in Ost-Berlin. Sie zeigt die Stadt als Lebenswelt im Spannungsfeld zwischen ihrer Funktion als Machtzentrum des SED-Regimes und der sozialen und kulturellen Diversität. Mit einem gesellschaftsgeschichtlichen Porträt von Ost-Berlin werden die mit der Entwicklung der Stadt zur sozialistischen Metropole verbundenen lebensgeschichtlichen Erfahrungsräume der dort lebenden Menschen sichtbar gemacht.

Inforadio präsentiert die Ausstellung und die dazugehörigen Kuratorenführungen "Mein Ost-Berlin", jeden 3. Mittwoch im Monat.

Und am 14. August 2019 geht es im "Forum mit Harald Asel" um das Erbe der DDR-Architektur und wie man damit heute umgehen soll. Die Diskussion beginnt um 18.00 Uhr in der Nikolaikirche.

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