Eine Besucherin schaut sich am 08.12.2017 in Berlin in der Ausstellung "Juden, Christen und Muslime im Dialog der Wissenschaften 500-1500" im Martin-Gropius-Bau eine Mittelalterliche Weltkarte aus Flandern von Johannes de Vico aus dem Jahr 1500 an.
Bild: dpa, Maurizio Gambarini

Ausstellung im Gropiusbau - Juden, Christen und Muslime - Im Dialog der Wissenschaften 500 - 1500

Vom 9. Dezember 2017 bis 4. März 2018 zeigt der Berliner Martin-Gropius-Bau die interreligiöse Ausstellung "Juden, Christen und Muslime". Inforadio präsentiert die Ausstellung und meldet sich am 11. Januar 2018 mit einer Diskussionsrunde von dort: "Das Forum mit Harald Asel" beginnt um 19.00 Uhr im Großen Kinosaal.

Die Ausstellung konzentriert sich auf die Zeit zwischen 500 und 1500 und auf Bereiche, die besonders vom interkulturellen Dialog profitiert haben, und stellt deshalb die seit der Antike viel diskutierten Themen Medizin, Astronomie und Astrologie in den Vordergrund. Es sind kostbare Dokumente in hebräischer, arabischer, griechischer und lateinischer Sprache, die ausgestellt werden. Die in der Mehrzahl mittelalterlichen Handschriften belegen eindrucksvoll wie grundlegende Erkenntnisse auf den Gebieten dieser Wissenschaften transportiert wurden.

Das Thema der Begegnung verschiedener Kulturen hat seit den ersten fruchtbaren Kontakten bis heute nichts an Aktualität verloren. Die immer wieder aufbrechenden Konflikte zwischen den unterschiedlichen Ethnien, Religionen und Weltanschauungen lassen leicht vergessen, welch große Bedeutung Dialog und Kommunikation für die Entwicklung der jeweiligen Zivilisationen gehabt haben. Sie wird getragen von Kräften, die das Streben nach sachlicher Erkenntnis und den Respekt vor den Errungenschaften des jeweils Anderen verbinden. Religiös motivierte Fragestellungen gaben vielfach den Anstoß für die wissenschaftliche Auseinandersetzung; gleichzeitig verhinderten sie aber auch die Akzeptanz kulturübergreifender Erkenntnisse.