Der Siegerentwurf "Europacity" am Berliner Hauptbahnhof (Bild: DPA)
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- Europacity: Elegantes Wohnen am Wasser

In unserer Reihe "Berlin bekommt ein neues Gesicht" berichten wir heute über die Europacity am Humboldthafen. Dem Stadtplaner und Chefredakteur des Deutschen Architektenblatts, Roland Stimpel, schwebt ein feines Innenstadtviertel vor.

Mit der Europa-City ist das Gebiet hinter Hauptbahnhof und Hamburger Bahnof gemeint, links und rechts der Heidestrasse in Moabit. Im Westen ist das Areal  durch die Gleisanlagen der Bahn begrenzt, im Osten durch den Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanals, dort ist jetzt noch eine Riesenbrache.  

Die Gegend schreie nach Entwicklung, meint Roland Stimpel, Stadtplaner und Chefredakteur des Deutschen Architektenblatts. Der Senat will die Heidestrasse zum Prachtboulvard machen, ihm schwebt ein feines Innenstadtviertel vor, schön zum Wasser hin, in dem man gern wohnt.


Doch wird es das auch? "Das wird es werden - direkt am Wasser", sagte Stimpel am Dienstag im rbb-Inforadio. "Dort entstehen feine, teure Wohnungen. Da werden auch sicher Leute auf Dauer wohnen. Aber bald danach kommt die Heidestraße. Da fahren 40.000 Autos am Tag, dann kommt noch ein schmaler Streifen und dann kommt die Bahn. Das ist laut, das ist wuselig, und das wird eher was für Leute, die ankommen, die vielleicht neu in Berlin sind oder nur für eine kurze Zeit da siedeln, oder für Gewerbe, das nah an der Bahn sein will. Aber es wird nicht gepflegt und edel und auch kein feiner Boulevard werden dort."

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Die Berliner Skyline vor dem Abendhimmel am 02.06.2014, Foto: dpa
dpa-Zentralbild

Berlins neues Gesicht

Berlin entwickelt sich mit großem Tempo weiter und verändert als Stadt ständig sein Gesicht. Wir haben im Inforadio eine Woche lang markante Orte besucht, die für diesen Wandel und seine Konflikte stehen. Unsere Reporter waren im Kreuzberger Möckernkiez, in der Europacity am Humboldthafen, am Humboldt-Forum, am Rangierbahhof Pankow und am Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg.