Züge am Hauptbahnhof von Cottbus - von doirt aus sollen Geflüchtete aus der Ukraine auf andere Regionen verteilt werden (Bild: dpa)
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Krieg in der Ukraine - Oberbürgermeister: Cottbus bekommt Hilfe mit Kriegsflüchtlingen

In Cottbus werden von diesem Mittwoch an täglich Hunderte Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine erwartet. Die Stadt werde das dritte deutsche Drehkreuz zur Verteilung und bekomme dabei Hilfe, sagt Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU). Die Federführung liege bei Land und Bund.

Cottbus Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU) ist der Meinung, dass die Stadt Cottbus mit Hilfe von Bund und Land ein gutes Drehkreuz für die Verteilung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine sein kann. Grundsätzlich werde man beobachten, was leistbar ist, so Kelch. "Die Stadt Cottbus steht auf gar keinen Fall allein dar." Die Federführung für die Weiterreise in andere Teile Deutschlands und auch ins Auslang liege bie Land und Bund, ebenso die Bezahlung.

Kelch: Menschlichkeit für Ukraine-Geflüchtete

 

Es gehe um "Menschlichkeit und Menschenwürde", so Kelch. Besonders erschöpften Flüchtlingen werde ein Aufenthalt angeboten, andere wollten möglicherweise direkt weiterreisen. Grundsätzlich hätten Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland Reisefreiheit - so dass sie entscheiden könnten, wohin sie weiter möchten oder ob sie Cottbus und Umgebung bleiben möchten. Es gebe Wohnleerstand, sagte der Oberbürgermeister.


"Die Cottbusser sind nicht schlechter als andere Menschen auch"

 

Die Kostenverteilung für anschließende Integration sei bisher noch nicht geregelt, betonte Kelch. Ansprochen auf die Spannungen bei letzten Flüchtlingsstrom in der Stadt, erwiderte er: Er sei fest überzeugt von einer Hilfsbereitschaft "auf hohem Niveau", sofern weiterhin Hilfe von Bund und Land komme. "Denn die Cottbusser sind nicht schlechter als andere Menschen auch."

Hintergrund

Die Stadt Cottbus wird nach Berlin und Hannover zum dritten Drehkreuz, von dem aus die Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland verteilt werden.

Ab Mittwoch sollen in der Stadt täglich fünf Sonderzüge mit rund 1000 Kriegsflüchtlingen aus dem polnischen Wroclaw ankommen.

Auf diese Kapazität hatten sich das Land Brandenburg, der Bund und die Bahn verständigt.

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