ARCHIV - 03.12.2020, Berlin: Klaus Lederer (Die Linke), Kultursenator in Berlin, spricht in seinem Büro in der Senatsverwaltung für Kultur und Europa (Bild: Fabian Sommer/dpa)
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- Was ist Ihr Plan für Berlin, Herr Lederer?

Der Spitzenkandidat der Linken Klaus Lederer will die Geschicke der Stadt im nächsten Senat als Regierender Bürgermeister bestimmen. Sabina Matthay hat mit dem Berliner Kultursenator über seinen Plan für Berlin gesprochen.

Vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl hat Kultursenator Klaus Lederer (Linke), die Spitzenkandidatin des Koalitionspartners SPD, Franziska Giffey, angegriffen.

Lederer sagte, Giffey stehe mit ihrer "Auto ist Freiheit"-Politik nicht für die Bekämpfung des Klimawandels. Kritik äußerte er auch an ihren Äußerungen zur Flüchtlingspolitik:

"In Bezug beispielsweise auf die Abschiebung nach Afghanistan, da war sie vor zwei Wochen noch rechts von dem, was die Bundesregierung jetzt entschieden hat. Nämlich dass Abschiebungen nach Afghanistan ein schwerer Verstoß gegen die Menschenwürde der Abzuschiebenden sind."

Lederer: schwarz-rotes Bündnis "Zeit des Stillstands"

Lederer betonte, er könne nicht verstehen, warum sich die SPD so unbedingt um eine konservative Koalition in Berlin bewerbe. Das letzte schwarz-rote Bündnis sei aus seiner Sicht eine Zeit des Stillstands gewesen:

"Also ich verorte Frau Giffey nach ihren Äußerungen jetzt sozusagen in der Tendenz eher da, wo man mit der CDU kuschelt. Das ist so, und ich glaube, das muss die SPD für sich klären."

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