Symbolbild: Schüler mit und ohne Behinderung verfolgen in einer Schule den Unterricht (Bild: dpa)
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- Wie steht es um Inklusion an Brandenburger Schulen?

Mit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention hat sich Deutschland zur inklusiven Bildung verpflichtet. Wie das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf in Brandenburg läuft, bringt Reporter Dominik Lenz auf den Punkt.

Knapp die Hälfte der Brandenburger Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung lernt in einer Regel-, die andere Hälfte in einer speziellen Förderschule. Damit wurde der Anteil des gemeinsamen Lernens in den letzten zehn Jahren nicht nur deutlich erhöht, Brandenburg liegt auch über dem Bundesdurchschnitt. Auch die neue Landesregierung aus SPD, CDU und Grünen bekennt sich zu dem Konzept und Bildungsministerin Britta Ernst möchte die jetzige Zahl von 218 Schulen, die das gemeinsame Lernen anbieten, weiter erhöhen.

Akzeptanz bei Eltern

 

Die Akzeptanz bei Eltern und Lehrern für diese Schulform ist groß. Inklusion sei ein Menschenrecht befanden knapp Dreiviertel der befragten Eltern in einer Studie vor einem guten Jahr. Die gleiche Studie bescheinigte dem Land aber auch gravierende Mängel in der Umsetzung. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert, dass es zu wenig qualifizierte Lehrkräfte gäbe und die die es gibt, am Rande des Burnouts arbeiteten.

Wo hapert Inklusion?

 

Derzeit läuft eine Evaluierung, wo Inklusion gut funktioniert und wo nicht, die Ergebnisse sollen in diesem Jahr vorgestellt werden. So klagen Eltern mitunter über viel zu lange Wege bis zur nächsten Schule, die gemeinsames Lernen anbietet. Die Bildungsministerin möchte darum vermehrt Förderklassen in allgemeinbildenden Schulen anbieten.

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