Ein Paar beim Herbstspaziergang am Baldeneysee in Essen
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Bild: picture alliance/Jochen Tack

- Psychologin: Im Corona-Herbst kann ein Dankbarkeitstagebuch helfen

Die Zeitumstellung am Wochenende markiert den Beginn der dunklen Jahreszeit. Gerade in Corona-Zeiten ist das eine extra große Herausforderung, sagt die Psychologin Sonia Sippel. Vor dem Schlafengehen sollte jeder noch mal kurz in sich gehen.

Die Psychologin Sonia Sippel empfiehlt während der Corona-Pandemie in der dunklen Jahreszeit verstärkt seine Gedanken auf Positives zu lenken. Im Frühjahr sei die Situation neu gewesen, nun habe man Erfahrung, aber die Ungeduld steige. "Man ist irgendwann müde und möchte zur Normalität zurückkehren."

Ein Dankbarkeitstagebuch hilft

Dagegen helfe es etwa, ein Dankbarkeitstagebuch zu führen, meint Sippel. "Es hilft, sich abends vor dem Einschlafen kurz zu überlegen: Wofür bin ich dankbar?" So könne man sich darauf besinnen: Was läuft gut? Was sind meine Kraftquellen? Was habe ich schon alles überstanden? Das gebe Zuversicht.

Schöne Momente durch Hobbys

Außerdem sei es eine gute Idee, sich schöne Momente durch Hobbys zu verschaffen: Spazierengehen, Tee trinken, Spieleabende in der Familie, Puzzlen oder Stricken. So sei die Angst nicht ständig präsent, rät die Psychologin.

Ihre Patientinnen und Patienten kämen meist mit Ängsten." Die Ungewissheit belaste sehr. "Das ist ein Gefühl von Kontrollverlust", sagt Sippel. Bestehende Probleme würden aktuell verstärkt.