Ein Schild mit der Aufschrift «Zutritt nur mit Mund-Nase-Bedeckung» weißt auf das Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie hin.
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- Corona-Regeln kommunizieren: "Auch sagen, warum und wie"

Bei den vielen Verboten und Geboten in der Corona-Pandemie kann man schnell den Überblick verlieren. Mit Blick auf die Regeln an Weihnachten sagt der Psychologie-Professor Markus Feufel: Konkrete Aussagen, was weniger Kontakt bringen, stärke die Eigenverantwortung.

Markus Feufel, Psychologie-Professor an der TU Berlin, rät zu konkreten Hilfestellungen bei der Kommunikation der Corona-Regeln aus der Politik. "Nicht nur sagen, was gemacht werden soll, sondern auch warum und wie." Gerade mit Blick auf die Kontaktbeschränkungen an Weihnachen sei es hilfreich, zu erklären, was konkret weniger Kontakte im Infektionsgeschehen bewirkten.

Bei den Corona-Regeln die Zielgruppen im Auge haben

So werde auch klar herausgestellt, warum gewisse Regeln Sinn machten, so Feufel. Zudem werde die Eigenverantwortlichkeit gestärkt. Hilfreich sei auch die Differenzierung nach Zielgruppen in der Kommunikation. "Müssen alle wissen, was Ladenbesitzer wissen müssen?"

In Berlin gelten über die Feiertage strengere Corona-Regeln als von Bund und Ländern vereinbart. Der Senat hat beschlossen, dass sich auch Weihnachten und Silvester nur höchstens fünf Personen privat treffen dürfen. Sie dürfen aber aus mehr als zwei Haushalten kommen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat das mit den hohen Infektionszahlen in Berlin begründet.